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Zur Geographie und Chronologie
des angelsächsischen Wortschatzes,
im Anschluß an Bischof Waerferth’s Übersetzung
der „Dialoge‘' Gregors.
INAUGURAL-DISSERTATION
ZUR’
ERLANGUNG DER DOKTORWÜRDE
GENEHMIGT
VON DER PHILOSOPHISCHEN FAKULTÄT
DER
FRIEDRICH-WILHELMS-UNIVERSITÄT
ZU BERLIN
Von
Günther Scherer
aus Berlin-Lichtenberg.
Tag der Promotion: 22. Mai 1928.
Referenten:
Prof. Dr. A. Brandl.
Prof. Dr. W. Dibelius.
20
5326
Weimar.
Druck von, G. Uschmann.
Leipzig.
Mayer & Müller, G.m.b. H.
1928.
Meinen Eltern.
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Inhalt.
I. Vorhandene Forschung und weitere Probleme .
Zeugnisse über Warferth und seinen Bearbeiter
Einteilung der Denkmäler in beweisende .
und zu beweisende
Ags. Wörterbücher
Kritik des Beweismaterials
II. Wörter von anglischem Charakter
III. Wörter von sächsischem Charakter .
IV. Spät auftauchende Wörter
V. Gemeinags. Wörter im Aussterben .
VI. Ergebnisse betreffs Waerferth und seines Bearbeiters
betreffs anderer Denkmäler
_ Wörterverzeichnis: lateinisch-angelsächsisch
angelsächsisch-lateinisch
Benutzte Literatur .
Abkürzungen .
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I. Kapitel.
Vorhandene Forschung und weitere
Probleme.
Jordan hat gezeigt, daß eine Reihe ags. Wörter nur ang-
lisch war: ‚„Eigentümlichkeiten des angl. Wortschatzes‘,
Hoops’ Angl. Forsch. XVII, Heidelberg 1906. Es fragt sich
nun, ob sich etwa noch mehr angl. Wörter finden lassen, die
den sächs. Denkmälern fremd waren? Ebenso dürfte es Wörter
gegeben haben, die nur den sächs. Denkmälern eigen waren;
diese zweite Garnitur von Wörtern wird durch die erste gerade-
zu logisch gefordert. Endlich kann es neben dem lokalen
Unterschied auch einen zeitlichen gegeben haben; von man-
chem Worte wıssen wir bereits, daß es ın der älteren Zeit all-
gemein und überall häufig war und später verschwand (dar-
über zuletzt Heinzel, Krit. Entstehungsgesch. d. ags. Inter-
linearpsalters, Pal. 151, S. 87 £.), oder daß es später in anderer
Bedeutung erschien, z.B. eorl, urspr. ‘freier Mann’; später,
unter skand. Einfluß, ‘Herzog’.
Gelänge es, diese Wortklassen deutlicher zu sondern, so
würden wir auch ein wertvolles Kriterium gewinnen, um den
Ort und die Zeit der Entstehung für viele noch undatierte
Denkmäler festzustellen — ein verläßlicheres Kriterium als
die Lautformen, die ein späterer Abschreiber leicht verwischen
konnte und tatsächlich oft verwischt hat (vgl. Heinzel,
S.6#f.)
Den ganzen ags. Wortschatz auf einen Schlag daraufhin
zu durchsuchen, hätte sehr weit geführt. Für den Anfang
ging ich aus methodischen Gründen von einem Denkmal aus,
worin von vornherein zweierlei Wortgarnituren auffällig
nebeneinander stehen, in älterer und jüngerer Fassung, näm-
lich von Bischof Weerferths Übersetzung der „Dialoge Gre-
gors“‘, hsg. von Hans Hecht (Bibl.d.ags. Prosa V).
Scherer, Ags. Wortgeographie. 1
I. Kapitel.
Vorhandene Forschung und weitere
Probleme.
Jordan hat gezeigt, daß eine Reihe ags. Wörter nur ang-
lich war: „Eigentümlichkeiten des angl. Wortschatzes‘‘,
Hoops’ Angl. Forsch. XVII, Heidelberg 1906. Es fragt sich
nun, ob sich etwa noch mehr angl. Wörter finden lassen, die
den sächs. Denkmälern fremd waren? Ebenso dürfte es Wörter
gegeben haben, die nur den sächs. Denkmälern eigen waren ;
diese zweite Garnitur von Wörtern wird durch die erste gerade-
zu logisch gefordert. Endlich kann es neben dem lokalen
Unterschied auch einen zeitlichen gegeben haben ; von man-
chem Worte wissen wır bereits, daß es ın der älteren Zeit all-
gemein und überall häufig war und später verschwand (dar-
über zuletzt Heinzel, Krit. Entstehungsgesch. d. ags. Inter-
linearpsalters, Pal. 151, S. 87 £.), oder daß es später in anderer
Bedeutung erschien, z.B. eorl, urspr. ‘freier Mann’; später,
unter skand. Einfluß, be
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würden wir Titerium gewinnen, um den
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I. Kapitel.
Vorhandene Forschung und weitere
Probleme.
Jordan hat gezeigt, daß eine Reihe ags. Wörter nur ang-
lisch war: ‚‚Eigentümlichkeiten des angl. Wortschatzes‘,
Hoops’ Angl. Forsch. XVII, Heidelberg 1906. Es fragt sich
nun, ob sich etwa noch mehr angl. Wörter finden lassen, die
den sächs. Denkmälern fremd waren? Ebenso dürfte es Wörter
gegeben haben, die nur den sächs. Denkmälern eigen waren;
diese zweite Garnitur von Wörtern wird durch die erste gerade-
zu logisch gefordert. Endlich kann es neben dem lokalen
Unterschied auch einen zeitlichen gegeben haben; von man-
chem Worte wissen wır bereits, daß es in der älteren Zeit all-
gemein und überall häufig war und später verschwand (dar-
über zuletzt Heinzel, Krit. Entstehungsgesch. d. ags. Inter-
linearpsalters, Pal. 151, S. 87 £.), oder daß es später in anderer
Bedeutung erschien, z. B. eorl, urspr. ‘freier Mann’; später,
unter skand. Einfluß, ‘Herzog’.
Gelänge es, diese Wortklassen deutlicher zu sondern, so
würden wir auch ein wertvolles Kriterium gewinnen, um den
Ort und die Zeit der Entstehung für viele noch undatierte
Denkmäler festzustellen — ein verläßlicheres Kriterium als
die Lautformen, die ein späterer Abschreiber leicht verwischen
konnte und tatsächlich oft verwischt hat (vgl. Heinzel,
S.6ff.). |
Den ganzen ags. Wortschatz auf einen Schlag daraufhin
zu durchsuchen, hätte sehr weit geführt. Für den Anfang
ging ich aus methodischen Gründen von einem Denkmal aus,
worin von vornherein zweierlei Wortgarnituren auffällig
nebeneinander stehen, in älterer und jüngerer Fassung, näm-
lich von Bischof Weerferths Übersetzung der „Dialoge Gre-
gors“‘, hsg. von Hans Hecht (Bibl.d.ags. Prosa V).
Scherer, Ags. Wortgeographie. 1
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Hecht hat in seiner Einleitung bewiesen, daß das Denkmal
in der älteren Fassung, Hs. C.C.C0.C.322, aus der ersten
Hälfte des 11. Jh., zitiert als WfO, tatsächlich von Weerferth
ist. Über dessen Herkunft und Schulort sind wir nicht ganz
sicher unterrichtet; denn obwohl er Bischof von Worcester
war, also einer sächs. Diözese (vgl. Brandl, Zur Geographie
der ags. Dialekte, S. 42), kann er doch anderswo geboren und
erzogen sein. Florence von Worcester, der um 1100 schrieb,
nennt ıhn „nutritus‘‘ von Worcester (Ausg. der Rolls Ser.
S.312); welche Quelle er für diese Angabe hatte, können wir
nicht ersehen ; möglicherweise hat er eine lokale Überlieferung
gekannt, vielleicht aber auch nur zum Ruhme seines Klosters
eine wahrscheinliche Annahme niedergeschrieben. Klarer
spricht sich Asser, König Alfreds Biograph, aus zu einer Zeit,
als Weerferth noch lebte. Asser (hsg. Stevenson, Kap. 77) be-
richtet, Wierferth sei mit drei andern, Plegmund, Epelstan
und Werwulf, durch König Alfred „de Aercia advocatus‘.
Aber nur die drei andern bezeichnet er als „Mercium genere‘“.
Aus diesen Zeugnissen des Florence und Asser zusammen könnte
man schließen, Wirferth habe auf sächs. Boden seine Kınd-
heit verlebt, sei dann nach Anglien gebracht und erst später
als Bischof durch Alfred wieder ın das Sächsische zurück-
berufen worden. Es steht danach zu erwarten, daß er, wenig-
stens in beträchtlichem Grade, anglischen Wortvorrat besaß.
Über den Autor der jüngeren Fassung der Dialoge (Hs.
Hatt. 76, Oxford, erste Hälfte des 11. Jh.,—= WfB) wissen wir
aus äußeren Quellen gar nichts. Seine Behandlung des Textes
zeigt eine große \Menge Abweichungen, geradezu eine Um-
redaktion. |
Die Gründe, aus denen W£B änderte, sind bereits als melır-
fache erkannt. |
Plummer (Life and Times of Alfred, S.145) hat zuerst
darauf hingewiesen, daß WEB dem lateinischen Original näher
steht als W£fO. Der Bearbeiter streicht Zusätze, die WfO
hatte; Hecht hat die Belegstellen in seiner Einleitung (S. 131)
zusammengestellt. Weiter vermutet Plummer, daß die Unter-
schiede der beiden Hss. auf verschiedenen Lateinfassungen be-
ruhen. Er gibt drei Beispiele, bei denen er Textvarianten er-
En
schließt: otio-ostio, cum alis-alüis, modesta-molesta. Die neue
Ausgabe des lat. Textes durch Umberto Moricca (in den Fonti
per la Storia d’Italia, Bd. 57, 1924) mit Variantenverzeichnis
ermöglicht eine Nachprüfung. Es zeigt sich, daß es bei ost?o
und modesta keine Varianten gibt, wohl aber bei dem dritten
Beispiel: mid oprum (C 89 50), mid fiderum (H), lat. cum
alis (S. 69 ,), cum alüs (Hss. A,C,V ,, 9, 3, a)- Es gibt noch
mehr solcher Fälle, z.B. bregde (C 73,5), gedrehte (H), lat.
adtereret (8.59 2), adierreret (V ,). Plummers Vermutung,
obwohl ansprechend, ist aber schwerlich von großer Be-
deutung; denn die Wortdifferenzen, die auf diese Weise zu
erklären sind, begegnen selten.
Wichtiger ist Plummers dritte Feststellung, daß nämlich
der Bearbeiter Übersetzungsfehler verbessert hat. Hecht gibt,
S. 99 £f., eine Liste dieser Korrekturen.
WEB beseitigt aber nicht nur direkte Fehler, sondern führt
verschiedentlich genauere, schärfere Übersetzungen der lat.
Ausdrücke ein, z. B. lat. succurere, gehelan (C 313), gehelpan
(H); lat. prelum, byden (C 50 ;), eletredda (H) ; lat. mittere,
wendan (C 37 ,), sendan (H); lat. invenire, ongitan (C 74 ı9),
onfinden (H) u.a. |
Weitere Textunterschiede hat dann Brandl (Ags. Lit.
Gesch., S. 1064) stilistisch erklärt; der Bearbeiter ersetzte
Doppelausdrücke durch einfache (Beispiele bei Hecht, Einltg.
S.134 und 181), sowie poetische und anglische Wörter durch
gemeinags. oder spätags. Hierzu fügte Hecht noch den Ersatz
veralteter Wörter. Er stellte (Einltg. S. 182) die poetischen,
veralteten und anglischen Wörter zusammen.
Zum Schluß bleibt noch eine weitere Klasse von Wort-
veränderungen übrig: der Ersatz eines Wortes durch ein
Synonym, auf den schon Plummer hingewiesen hat. Der
Grund dafür scheint mir wieder engere Anlehnung an das
Lateinische zu sein; der Bearbeiter bemühte sıch, für ein lat.
Wort ein möglichst bestimmtes ags. Wort und immer dasselbe
zu gebrauchen, z.B. lat. studium, teolung (C 26 20), gJeorn-
fulnes (C 3333), ongin (C 95 5), aber bigeng überall in H; lat.
disponere, geteohhian (C 54 5,), geendebyrdan (C 146 57), 97-
dihtnian (H); blinnan = cessare (C 27 ,), geswican (H), =
1*
Er
finiri (C 140 ,,), geendian (H). Damit mag es zusammen-
hängen, daß der Überarbeiter Wörter mit mehreren Bedeu-
tungen vermied, z.B. glig, ‘joy’ oder *music’ (C 62 13), sweg
(H); pbearf, ‘need’, ‘profit’, ‘distress’ (C 79,), neod (H);
ceape, ‘cattle’, “pretium’ (C 83,), weorde (H); feorh, ‘vita’,
‘anima’ (C 136 ,), sawol (H).
Meine Aufgabe wird es nun sein, die Differenzwörter auf
ihre geographischen und chronologischen Beschränkungen hin
zu untersuchen. Die Zusammenstellung der Wortabweichungen
bei Hecht (Einltg. S.136£f.) ist mir dabei eine große Hilfe
gewesen. Zwar verfolgt man oft eine Reihe Wörter durch die
Wörterbücher, ohne eine örtliche oder zeitliche Abstufung zu
finden; aber manchmal dürfte sich eine solche doch als evident
herausstellen. |
Hierzu mußte ıch allerdings die ganze ags. Literatur, so-
weit sie erhalten und bisher gedruckt ist, in zwei Klassen zer-
legen: in B(e)w(eisende)D(enkmäler), die schon anderswie
datiert und lokalisiert sind, und in Z(u)b(eweisende)D., auf
die dann unser Kriterium anzuwenden ist.
Von den BwD. dürfte die Poesie der älteren Periode
(bis 960) in der allgemeinen Masse als anglisch anzusprechen
sein. Der Nordhumbrer Oadmon (ca. 660/80 in Whitby) wird
von Beda (Hist. Eecl. IV 24) nicht bloß für sich selbst als
Dichter, sondern auch als Begründer einer Schule beschrieben,
die man naturnotwendig als altanglisch betrachten muß. Das
wird noch erhärtet durch das ‚Kreuz von Ruthwell’‘, dıe
nordh. Form des in früher Kopie erhaltenen Rätsels 36 und
durch den merc. Lokalcharakter der Guthlac-Legende. — Was
von ags. Versliteratur aus dieser Zeit in kent. Form überliefert
ist, der „Kent. Psalm‘ und der „Kent. Hymnus‘, mag kent.
Herkunft sein. — Aber sächsischer Ursprung ist für kein
Versdenkmal dieser Zeit sicher erweisbar.
Dagegen ist unter den jüngeren Versdenkmälern
wahrscheinlich sächs. das Byrhtnoß-Gedicht; es handelt von
einer Schlacht in Essex (Maldon, 991), und die südlich da-
von liegenden Klöster waren es, die am meisten Interesse
daran hatten, durch eine solche Diehtung zum Widerstand
gegen die von Norden eindringenden Wikinger aufzufordern.
un
—- An spätangl. Versdenkmälern besitzen wir die ‚Judith‘,
wenn anders bei der Heldin an ‚Epelflaed, die Tochter Alfreds,
912-918 alleinige Beherrscherin der Mercier, zu denken ist,
und aus dem Ende der ags. Zeit die „Beschreibung von Dur-
ham‘, die von einem Kenner des Ortes herrührt.
Von der frühags. Prosa sind angl. die Übersetzungen
der Evangelien aus Lindisfarne und Rushworth und das
Rituale von Durham. Daß diese Textliteratur noch in sehr
frühe Zeit fällt, hat jüngstens G. Weber mit neuen Gründen
gestützt | ,,‚Sproßvokal vor r, I, m ım Ags.“, Pal.154; vgl.
auch Edw. Schröder, Stud. z. d. dtsch. Münznamen, ZfvglSpr.
48 .,1ı ff., und Heidemann, Die Flexion des verb. substant. im
Ags., Archiv 147 „f£f.]. Altangl. ist auch die Psalterüber-
setzung, die älteste erhaltene Fassung, ‚‚Vespasianischer Psal-
ter‘ genannt; die späteren Fassungen sind allerdings immer
mehr geändert worden (s. Heinzel), so daß diese für meine
Forschungen nicht mehr verwendbar sind. Das Martyrologium
behandelt fast nur angl. Lokalheilige (vgl. Einleitung von
Herzfeld, EETS 116), ist also ebenfalls anglısch. Gleiches
gilt von Chad, der Legende des mercischen Lokalheiligen,
1672; ‘Chad’ enthält wie Li usw. merkwürdig alte Formen
(Napier, Anglia X 131). — Alfreds Übersetzungen sind alle
für das Sächs. zu beanspruchen, ausgenommen dıe des Deda
(hsg. Miller, EETS 95 £f., und Schipper, Bibl. d. ags. Prosa
IV), die man bereits wegen ihrer abweichenden Wortwahl als
angl. erkannt hat (Kläber, Anglia XXV 257 ff. und XXVU
243 ff.).
Diespätangl. Prosa ist nicht so reich vertreten. Der
ganze Zustand der angl. Gebiete, in denen ja die Klöster durch
die heidnischen Eindringlinge zerstört worden waren, schloß
die Vorbedingungen einer ausgiebigen Lokalliteratur nach 868
aus. Der Prosa-Gruthlac ıst hier zu nennen (Hs. des 11. Jh.
ohne Altertümlichkeiten, ed. Gonser, Hoops Angl. Forsch.
XXVNH), dann das Nordhumbr. Priestergesetz 1028-1060, in
und für York entstanden (Liebermann, Gesetze der Ags., III
221 „), das Judieium Dei (Liebm. III 238) und schließlich He.
E der ags. Chronik von 1122 bis 1154 (Plummer, Two of the
Sax. Chronicles, Einltg. S. XLVIf£f.). Außerdem besitzen wır
zen 6
drei nordh. Urkk. aus der Zeit um 1100 (hsg. Liebm., Archiv
CXT, mit sprachlichen Anmerkungen von Brandl).
Die sächs. Prosa der Zeit vor 900 hat ausgeprägte
lokale Vertreter in den Gesetzen von Ine (2. Hälfte des 7. Jh.)
und deren Erneuerer Alfred, sowie Alfreds eigenen Werken.
Fast alle Urkk., soweit sie nicht zugunsten von Kentern auf-
gesetzt wurden [vgl. Kügler, ie und seine Parallel-
formen’ |, dazu die Urkundenbücher von Winchester (vgl.
Williams, Anglia XXV 393) und Abingdon (Langer, Zur
Sprache des A. Chartular) gehören hierher ; aus der Zeit um
1000 auch die Werke von A£pelwold und Alfrie (Afe.),
Byrhtferth (1011, Priester in Dorchester ; hsg. Kluge, Anglia
VIIL 298 £f.), die Legende vom sächs. (Glastonbury) Lokal-
heiligen St. Neot und die ws. Evangelien.
Die kent. Prosa ist gut erhalten in den Gesetzen von
Arpelbirht (Abt.), T 616, von Hlothaere, 673-685, und Eadric,
685-86, Wihtraed, 7 726, und dem Gesetze Griö (Liebm. III
264,); außer ihnen sind viele Einzelurkk. und ganze Ur-
kundenbücher von Kentern geschrieben (vgl. Kügler ; Görne-
mann, Zur Sprache des Textus Roffensis; 'Taxweiler, Ags.
Urkundenb. mit kent. Lokalcharakter).
Die übrigen ags. Denkmäler betrachte ich als Z(u)
(eweisende) D(enkmäler). Zu ihnen gehört außer Weerferth
zunächst Wulfstan. Über seine Herkunft wissen wir nichts;
über sein Leben finden wir zwei kurze Bemerkungen bei
Florence von Worcester (S. 370), nämlich, daß er 1003 als
Nachfolger Ealdwulfs Bischof von York und Worcester wurde
und 1023 starb. War er auch gebürtig aus Worcester, d.h. aus
sächs. Gebiet, oder aus York, aus angl. Gebiet? Die uniforme
spätws. Schreibung gibt uns hierüber keine Auskunft. Viel-
leicht ist durch die Untersuchung der Wortwahl Aufklärung
zu erhoffen.
Ohne Namen sind poetische Denkmäler überliefert, die
nach Ausweis der Metrik in die Zeit nach Alfred fallen, als
die Hochburgen der altangl. Kultur schon in Trümmern lagen.
Dazu gehören von größeren Werken besonders ‚Salomon und
Saturn“, der „Pariser Psalter“ ; auch die „Metra des Boethius‘‘,
obwohl hier das Argument sehr nahe liegt, aus der Alfredischen
een
Herkunft der Prosaübersetzung auf die Herkunft der von ihr
abhängigen Metra zu schließen.
Ebenfalls ohne Verfassernamen und Entstehungsort sind
verschiedene geistliche Prosawerke überliefert, so die „Legend
of the Holy Rood‘“, das „Evangelium Nicodemi“ und der
„Pseudo-Matthäus‘.
Schwierig steht es mit den „Blickling Homilien‘, die ein
gemischtes Material zu enthalten scheinen, so daß man wohl
jedes Stück für sich betrachten muß. Max Förster hat bereits
wahrscheinlich gemacht, daß Nr. 14 angl. Ursprungs ist
(Archiv 122 g46)-
Von anderer Prosa sind vor allem die weltlichen Gesetze
wichtig: sie stammten ohne Zweifel aus dem Mittelpunkt der
Verwaltung. Hauptstadt ist seit Edgar in ziemlich ständiger
Weise Winchester. Woher die Beamten stamnıten, die die Ge-
setze aufsetzten, und wie weit sie auf das Verständnis außerws.
Kreise etwa Rücksicht nahmen, bleibt unsicher. — Wo die
geistlichen Gesetze ihr Hauptquartier hatten, läßt sich von
vornherein nicht ermessen ; Oanterbury, weil Sitz des obersten
Erzbischofes, kommt in Frage und York, wo Bischof Eegberht
das lat. Poenitentiale schrieb, aber auch die Hofbischöfe von
Winchester, wo die Könige wohnten, und von Glastonbury, wo
sie meist begraben wurden.
Völlig im Unklaren sind wir betreffs ‚Rectitudines“ und
dessen Fortsetzung ‚Gerefa‘, die von Dingen allgemein
agrarischer, und daher provinzialer Art handeln. Liebm. (III
245) setzt wegen des Fehlens sämtlicher wallisischen, kel-
tischen, nordhumbrischen, dänischen und kentischen Spuren
das Denkmal in Wessex oder Süd-Mittel-Mercien an. Das
Werk ist an sich umfänglich genug, um interessante Verhält-
nisse des Wortschatzes erwarten zu lassen ; leider sind von den
Warferth-Wörtern, da sie geistliche Dinge betreffen, nicht
viele Belege zu erhoffen.
Betreffs der Annalen ist, abgesehen von dem, was in Hs.
E ab 1122 steht, nach Maßgabe des Inhalts, der sich ganz
überwiegend auf die sächs. Grebiete bezieht, und nach Maß-
gabe der Tendenz, die auf eine amtlich höfische Geschicht-
Zu.
schreibung am Hauptsitz der ws. Verwaltung hinausläuft,
sächs. Ursprung zu erwarten.
Literarisch merkwürdig sind die Romanübersetzungen ın
Prosa. der „Brief Alexanders‘‘ (Ep Al) und der „.4pollonius
von Tyrus“. Die Medizinliteratur nennt an einer einzigen
Stella einen Verfassernamen: Bald soll das LeceBoc zu ver-
antworten haben ; aber wo lebte Bald?
Wie weit die Glossare als einheitliche Denkmäler zu be-
trachten sind, ist sehr unsicher. Sie sind viel umgeformt und
auch umgruppiert worden. Großes dürfen wir von ihrer Aus-
beutung daher nicht erhoffen ; aber es ist so bequem, die Be-
lege aus ihnen herauszuholen, daß ich sie regelmäßig mit
angezogen habe.
Hilfe leisteten mir die neuen ags. Gesamtglossare und
Spezialwbb., die uns glücklicherweise ziemlich reichlich be-
schert wurden. Als allgemeine Wbb. dienten mir Greins
„Sprachschatz“‘ (1861, 21912 durch Holthausen) für die
Poesie; für die Prosa Bosworth-Tollers ‚„Anglo-Saxon
Dictionary‘ (21882, durch die Supplementbände von 1908,
1916 und 1923 sehr bereichert). Obwohl Toller sein riesiges
Wortmaterial nur auszugsweise verwendet und nicht restlos
ausbeutet wie Grein sein kleineres poetisches, ist seine Bei-
spielsammlung doch so ausgiebig, daß ıch bei der Aus-
arbeitung meiner Listen auf die Heranziehung anderer ags.
Gesamtwbb. (Leo, Ags. Glossar, Halle 1877; Sweet, The
Student’s Dictionary of Anglo-Saxon, Oxford, 21911; Hall,
A coneise Anglo-Saxon Dict., 21916, Cambridge) praktisch
verzichten konnte. |
An Spezialwbb. kenne ich:
für „Elfric die Glossare zu Walter W. Skeat’s Ausgabe der
„lives of Saints (HmS) und zu Bruno Aßmanns „Aos.
Homilien und Heiligenleben“ (HmA), beide leider nur für
Wörter, die bei Grsin nicht verzeichnet sind. Ein Gesamt-
überblick über Afc’s Wortschatz fehlt ganz.
für Alfred’s „Boethius“ Walt. Sedgefield, Oxford 1899:
für die ‚„Soliloquien“ Henry Hargrove, New York 1902 ; für
die „Cura Pastoralis“ und den „Orosius“ ist P.J. Cosijn’s
ers, gr:
„Altws. Grammatik“ (Haag 1883, 1886) ein mühsamer Be-
helf, da man bei seiner Anordnung nach Stammlauten und
Flexionen sehr leicht ein Wort übersehen kann.
für die Hss. A und Eder Annalen Charles Plummer’s Aus-
gabe (2 Bde., Oxford 1892).
für de Benediktinerregel (RBen) Arn. Schröer, Kas-
sel 1888.
für die Bliekling Homilien R. Morris, London 1874.
für die ws. Evangelien M.A.Harrıs, Boston 1899.
für die Gesetze Felix Liebermann, Halle 1906.
für die Glossen Rich. Wülckers Ausgabe von Jos. Wright’s
„Anglo-Saxon and Old English Vocabularıies‘‘, London 1884
(WWYV).
für den Prosa-Guthlac Ida Geisel, Basel 1915.
für das Lindisfarne-Evangelium Albert S. Cook, Halla
1894.
für das Rituale von Durham Uno Lindelöf, Bonner Beitr.
IX, 1901.
für Rushworth, E. Schulte, Bonn 1904.
für Rushworth, U.Lindelöf, Helsingfors 1897.
für den Vespasian-Psalter ©. Grimm, Heidelbg., 1906.
für Wulfstan L.H.Dodd, New York 1908.
Mit Kritik ist unser Beweismaterial von vornherein zu
betrachten. Insofern vor Alfred die ganze frühags. Literatur
vom Epos beherrscht und daher vorwiegend heroisch gehalten
ist, ist zu erwarten, daß sich dies frühags. auch ın dem Wort-
schatz der Prosa durch große Lücken fühlbar macht; Aus-
drücke des gewöhnlichen Lebens dürften da schon wegen des
allgemeinen Stilgefühls der Zeit nicht viel literarisch ver-
wendet. worden sein. Andererseits sind ähnlich die Stoffe be-
schränkt, in denen die geistlichen Autoren, Übersetzer und
Glossatoren der Zeit vor Alfred sich bewegten; die Legende
ın Prosa ist noch sehr unreal, das Alte Testament wird nicht
übersetzt, sondern nur heldenmäßig paraphrasiert, die Predigt
fehlt gänzlich, die Vocabulare sind fast nur für Studierende
der lateinischen Dichter bestimmt, medizinische und über-
2=. 10:
hasıpt naturwissenschaftliche Literatur, sowie Romane, Ency-
klopädien und theologische Dialektik gibt es gar nicht. Da-
gegen entwickeln sich von Alfred abwärts die letzteren Gat-
tungen ungemein stark, und zwar zugleich mit einer örtlichen
Verschiebung: durch die Katastrophe von 868ff. wurden
die anglischen Klöster zerstört und die damit verbundenen
Schulen aufgelöst, wofür Alfreds Vorrede zur Cura Pastoralis
ein frappantes, vielleicht allerdings übertriebenes Zeugnis ist.
Studium und Bildung vermochten sich fast nur dort zu halten,
wo der heidnische Skandinavier nicht hın gelangte, also im
Alfreds Reich. Er selbst ist der einzige namhafte Autor seiner
Periode. Dann setzt mit AEpelwold, dem Übersetzer der Bene-
diktinerregel und Bischof von Winchester seit 963, eine groß-
artige Schule der reformierten Benediktiner ein, die sich zu-
nächst auf die sächs. Klöster beschränkte und dann, sowie
von Winchester aus neue Klöster auf angl. Gebiet begründet
wurden (vgl. Brandl S. 1097), ihre Schüler dorthin. sandte.
Diesem ws. Kreise gehört auch die neue Bibelübersetzung an.
Es ist naturgemäß, daß diese Klöster des weiteren zu Brenn-
punkten der medizinisch-naturwissenschaftlichen und enzyklo-
pädischen Literatur wurden. Byrhtferth schreibt sein „Hand-
boe‘‘ in Dorchester. Hier ist also eine große Einseitigkeit der
Literaturpflege festzustellen. So sehr vor Alfred die sächs.
Zeugnisse selten sind, so ungünstig sind nach Alfred die
Schaffensverhältnisse für dıe Angeln.
Einige Beispiele mögen diese Ungleichheit illustrieren.
ange „angustus‘‘, gewiß ein Wort von allgemeiner Ver-
wendung, findet sich zuerst nur poetisch-angl.: Beo 1410;
Gu 970; Cyn. Cri 82, El 712, 921, 1262, Jul 532; Dom 22;
Gen 356; Exod 58; GnEx 42; Ph 52. — Einmal begegnet
es dann bei Alfred (Ors 48,,), sonst nirgends in sicheren
frühws. oder in spätags. Denkmälern. In unsicheren Denk-
mälern ist es belegt in WfO 174 ,, (gehwaede, WfB); Ps 142;
Sal 106.-- Danach möchte man annehmen, daß ange ur-
sprünglich anglisch und dann ım Verlaufe des Ags. gerade
bei den Angeln fast ausgestorben war. Dennoch muß es bei
den Angeln weitergelebt haben, denn es taucht im Me. wieder
auf als Substantiv „sorrow‘‘ bei Orm (11904, 16289, 19804).
ir A
Mit solch unterliterarischer Erhaltung ist weit öfter zu
rechnen.
mannen ‚„ancilla“, anfangs angl.: Gen 2126, 2258;
Ve 4x; Ru, 26.5 (beowa, Li Ev); Bd 422,, (Hs. Ca [2.
Hälfte des 11. Jh. ] hat das Wort nicht mehr). — Dann aber
bei Afd. in den Gesetzen (Liebm. 25, El 17 u.ö.). — ZbD.:
W£fO 29,0 (beowene, WIB); PsL 85 ,,; Cp 2106; CleopGl
(WWV 341 ,).--- Abltg.: drunemaennen. BwD.: Rä 13,.--
meremaennen. ZbD.: Cp 1864; CleopGl (WWV 506,,). ---
Sächsische und späte Belege fehlen gänzlich. Me. aber taucht
meremznnen als ‚Sirene‘ wieder auf, u. zwar gerade im Süd-
westen: bei Laz (I 56, 57), bei Trevisa (V 397) und in Ox-
ford bei Wyeliff (JoshProl 556). Offenbar hatten die Sach-
sen das Wort unterirdisch festgehalten.
Prag „Zeit“: Bso 5x; Gu 1168, 1324; Cyn. El 1239,
Jul 453, 464, Ap 30; Rä 2,, 4a, 55, 82,: An 791, 107,
1600; Dan 573, 588; Gen 7x; GnEx 38; Ph 68, 160; Sat
112; Wand 95; Wıd 88; Jud 237; Edm 11; Edw 4; Metr
4x; Ps 6x; Reim 57; Sal 303. — Danach möchte man es
für ein poetisches Wort halten. Aber es taucht auf auch im
Bd (576 ,,), bei Afd. (Bt 111,5), bei WfO (130 ,,), in den
BIHm (11734, 131,49) und im LaeceBoc (Lehd OH 186 ;.,
284 ,,). — Me. ist es reichlich belegt in Nord und Süd, in
Vers und Prosa: Alıs 3836; Alex 2046; Ch 13x; Hav 276,
1215; Hom I 35 (Dominica Prima in Quadragesima); Horn
336; Laz 128; OaN 260, 478; Orm I 119; Mise 79 (Sinners
Beware); PolSongs 343; Rich 5062; LyrP 25; Will 462,
622, 679 u.ö. Es hatte nur in der Mönchsprache des 10. bis
12. Jh. keine lit. Verwendung gefunden.
Es gibt auch Wörter, die man für rein spätags. halten
möchte, wenn nicht ganz vereinzelt, wie durch Zufall, ein-
mal ein Beleg aus der Zeit vor Alfred sich fände.
clut „pittacium‘ (ein Fetzen Tuch oder Stück Metall),
findet sich Op 1585 und Ep 789; dann erst wieder spät:
BwD.: Afc.HmTh I 424 9, 3, HmS 37,0, Gr (WWV
328 16 947 97), Voe (WWV 125 ,0)- --- ZbD.: HarlGl (WWV
206 19). --- Abltg.: geelutod. BwD.: Afe. Jos 9,.- ZbD.:
ee AR
W{B 37 ‚; (gehammen, WfO). Das Wort war unheroisch und
verbarg sich daher in der Frühliteratur.
clysan „claudere‘“ (nur in Abltg.) begegnet: beclysan.
BwD.: Cyn.Cri 323; Guthl 104,4; Afe.HmTh I 194,,
U 166; u.ö., HmS 2334, 306 u.ö., Jos 10,8; Ev Mt
13 ,, (getydan, Li Ru), Lk 35, (intynan, Li Ru), 13, (ty-
nan, Li Ru).- ZbD.: Wu 259 z0; PsSpl 30 ,o (belucan, Ve);
HyS 3,; Nie 636; St. And 34 ,,; HerbApul (Lehd I 154,);
AldhGl 1149, 3148. -- elysing. BwD.: RBen123,, 26,
u.ö.; Afe.HmTh 1332 ;0 ‚ 11 80 , u.ö., HmS 4 3,5; , Gr 50 .ı- -
ZbD.: W£B 110 ,, (WfO keine Entsprechung), 124, (loca
W{O), HyS 34 ;,; AldhGl 2849, 2 39, ; HptG1l 503,3. -- be-
clysıng. ZbD.: AldhGl 4x.
fligan „fugare“ in der Abltg. aflıgan schon in R? 146 ı9 ,
147 49. Weitere Belege für fligan: BwD.: Afc.HmTh Il
140 38.- ZbD.: EpAl (Nar 16 5); HarlGl (WWV 2441). - -
afligan: RBen 75,0; Afec.HmTh I 344,5, 606, u.ö., HmS
2 33, 24 95 u.ö., Gr 28,.- ZbD.: W£B 171, (aflyman, WfO);
HerbApul (Lehd I 138,, 20850); AldhGl 3886, 50,,;
KentGl 141; HarlGl (WWV 244 ;,).
gebedhus ,„oratorium‘, BwD.: Bd.556,; RBen 4x
u.ö.; Afe.HmTh II 582,, 5843, HnmS 6506, Voe (WWV
186 8); Ev Mt 21,3, Mk 11,7, L 19,5 (hus gebedes, Li Ru).
-ZbD. WEB 7239 (eyrce, WfO); Wu 232 3,, 278 12, 303.
Was haben wir von solch veremzelten Ausnalımen zu
denken? Wenn es Ausdrücke des gewöhnlichen Lebens sind,
darf man sie in der heroischen Literatur der älteren Angeln
nicht erwarten und aus ihrem dortigen Fehlen daher nichts
schließen. Wenn es aber heroische Wörter sind, wıll ıhr Fehlen
in der spätags. Literatur wenig bedeuten, besonders, wenn sie
me. fortleben. Wo aber die Lit.gattung uns nicht zu einer Er-
klärung hılft, da dürfen wir eben nicht vergessen, daß die
Mönche nachweislich öfter das Kloster wechselten, besonders
seit. der Reform der Benediktiner.
Ganz klare Ergebnisse dürfen wir daher nicht zu häufig
erwarten. Wo sıe vorkommen, sınd sıe dıe schönsten Früchte
vieler Bemühungen, von denen der Leser wenig ahnt.
u.
Mit solch unterliterarischer Erhaltung ist weit öfter zu
rechnen.
mannen „ancilla“, anfangs angl.: Gen 2126, 2258;
Ve 4x; Ru, 26,5 (Peowa, Li Ev); Bd 422,, (Hs. Oa [2.
Hälfte des 11. Jh. ] hat das Wort nicht mehr). — Dann aber
bei Afd. ın den Gesetzen (Liebm.25, El 17 u.ö.). — ZbD.:
W£fO 29,0 (beowene, WiB); PsL 85,6; Cp 2106; CleopGl
(WWV 341,).--- Abltg.: drunemannen. BwD.: Rä 13,.--
meremgnnen. ZbD.: Cp 1864; CleopGl (WWV 506 ,).---
Sächsische und späte Belege fehlen gänzlich. Me. aber taucht
meremsennen als ‚Sirene‘ wieder auf, u. zwar gerade im Süd-
westen: bei Laz (I 56, 57), bei Trevisa (V 397) und in Ox-
ford bei Wycliff (JoshProl 556). Offenbar hatten die Sach-
sen das Wort unterirdisch festgehalten.
Prag „Zeit“: Bso 5x; Gu 1168, 1324; Cyn. Ei 1239,
Jul 453, 464, Ap 30; Rä 2,, 4a, 55, 82,; An 791, 107,
1600; Dan 573, 588; Gen 7x; GnEx 38; Ph 68, 160; Sat
112; Wand 95; Wıid 88; Jud 237; Edm 11; Edw 4; Metr
4x; Ps 6x; Reim 57; Sal 303. — Danach möchte man es
für ein poetisches Wort halten. Aber es taucht auf auch im
Bd (576,1), bei Afd. (Bt 111,5), bei WfO (130 ,.), in den
BIHm (11734, 131,5) und im LaceBoe (Lchd II 186 ;>,
284 1). — Me. ist es reichlich belegt in Nord und Süd, in
Vers und Prosa: Alıs 3836; Alex 2046; Ch 13x; Hav 276,
1215; Hom I 35 (Dominica Prima in Quadragesima); Horn
336; Lazg 128; OaN 260, 478; Orm I 119; Mise 79 (Sinners
Beware); PolSongs 343; Rich 5062; LyrP 25; Will 462,
622, 679 u.ö. Es hatte nur in der Mönchsprache des 10. bis
12. Jh. keine lit. Verwendung gefunden.
Es gibt auch Wörter, die man für rein spätags. Kalkan
möchte, wenn nicht ganz vereinzelt, wie durch Zufall, ein-
mal ein Beleg aus der Zeit vor Alfred sich fände.
clut „pittacium‘ (ein Fetzen Tuch oder Stück Metall),
findet sich Cp 1585 und Ep 789; dann erst wieder spät:
BwD.: Afc.HmTh I 424,9, 3, HmS 37 0, Gr (WWV
328 6 947 a7), Voe (WWV 125 10)- --- ZbD.: HarlGl (WWV
206 2).--- Abltg.: geclutod. BwD.: Afe. Jos 9,.- ZbD.:
WI{B 37 ,; (gehammen, WfO). Das Wort war unheroisch und
verbarg sich daher ın der Frühliteratur.
clysan ‚elaudere‘ (nur in Abltg.) begegnet: beclysan.
BwD.: Cyn.Cri 323; Guthl 104 ,,; Afc. HmTh I 194,,
I 16655, u.ö., HmS 23 346; 396 U-Ö., Jos 10,3; Ev Mt
13 ,, (getydan, Li Ru), Lk 35, (intynan, Li Ru), 13, (ty-
nan, Li Ru).- ZbD.: Wu 259,0; PsSpl 30,0 (belucan, Ve);
HyS 3,; Nie 636; St. And 34 ,,; HerbApul (Lehd I 154 ,);
AldhGl 1149, 3148. -- elysıng. BwD.: RBenI23,, 26,4
u.ö.; Afe.HmTh 1 332 ;0 ‚, 11 80 , u.ö., HmS 4 3,; , Gr 50 ,;- -
ZbD.: WfB 110,, (WfO keine Entsprechung), 124 ,, (loca
WfO), HyS 34 ,,; AldhGl 2849, 2 39, ; HptGl 503 ;g.-- be-
clysing. ZbD.: AldhGl 4x.
fligan ‚„fugare‘ in der Abltg. afligan schon in R7 146 ;s ,
147 ,. Weitere Belege für fligan: BwD.: Afe.HmTh II
140 35.- ZbD.: EpAl (Nar 16 55) ; HarlGl (WWV 244 4). - -
aflıgan: RBen 75,0; Afe.HmTh I 344 3; , 606, u.ö., HmS
2 33 , 24 95 u.ö., Gr 28,.- ZbD.: WEB 171, (aflyman, WfO);
HerbApul (Lehd I 138,, 20850); AldhGl 3886, 50 ,,;
KentGl 141; HarlGl (WWV 244 ;,).
gebedhus ‚„oratorium‘, BwD.: 5d.556,; RBen 4x
u.ö.; Afe.HmTh 11 582 ,, 5843, HmS 6506 Voc (WWV
186 ,.); Ev Mt 21,3, Mk 11,,, L 19 ,s (hus gebedes, Li Ru).
-ZbD. WEB 72359 (eyrce, WO); Wu 232 34, 278 12, 303.
Was haben wir von solch vereinzelten Ausnahmen zu
denken? Wenn es Ausdrücke des gewöhnlichen Lebens sind,
darf man sie in der heroischen Literatur der älteren Angeln
nicht erwarten und aus ihrem dortigen Fehlen daher nichts
schließen. Wenn es aber heroische Wörter sınd, will ıhr Fehlen
in der spätags. Literatur wenig bedeuten, besonders, wenn sie
me. fortleben. Wo aber die Lit.gattung uns nicht zu einer Er-
klärung hilft, da dürfen wir eben nicht vergessen, daß die
Mönche nachweislich öfter das Kloster wechselten, besonders
seit, der Reform der Benediktiner.
Ganz klare Ergebnisse dürfen wir daher nicht zu häufig
erwarten. Wo sie vorkommen, sınd sie die schönsten Früchte
vieler Bemühungen, von denen der Leser wenig ahnt.
=, 18,
I. Kapitel.
Wörter von anglischem Charakter.
Bei der Aussonderung der Scheidewörter fallen zunächst
eine Reihe von anglischen Ausdrücken auf, die ich an erster
Stelle behandle im Anschluß an Jordan, indem ich bei bereits
von ihm behandelten Wörtern sein Belegmaterial ergänze und
die ZbD. zusammenstelle, außerdem einige geeignete Weer-
ferth-Wörter neu hinzufüge.
zateownys „ostentatio“, Jordan S. 102 mit einer Reihe
anderer -nys-Bildungen; weitere BwD.: Li 9x; Ru; L
lg0; Mart (Shrn 485.15); Guthl 140 ,,. Außerdem spätws.
1x. bei Afc.HmS 30 ,.. - ZbD.: W£O 77, (boung, W£B).
bebycgan ‚vendere‘, Jordan S.50; es ist bemerkens-
wert, daß Jordan in bebycgan ein anglisches Wort sieht, ob-
wohl es ın Alfreds Gesetzen (Liebm.El 12, 15, 23, 24; Ine 11)
vorkomnt; er bezeichnet dies als ‚Einfluß außerws. Rechts-
denkmäler‘‘. ZbD.: W£O 63 ;,, 64, (sellan, WfB; dasselbe
Wort auch ın Ev); BIHm 63, (V); Leben des Malchus
(HmA XVIII) 201,, 207 ,,; Laenunga (Lehd III 68,, 3, 9);
Ps 43 ,,, 104,5; CleopGl (WWV 483,). --- Hinzufügen
kann ich zwei Abltg.: bebyegung. ZbD.: CleopGl (WWV
387 97, 506 99)- -- unbeboht. BwD.: Afd.Ors 18 .o-
bisene ‚„ceaecus“, Jordan 8.22. ZbD.: W£O 77 a8, 273 3
(blind, WEB, ebenso Ev).
epian ‚spirare, Jordan 8.54. ZbD.: WfO 146 |,
146 14, 2640 (orbian, WEB, auch Ev); EpAl (Nar 14,3);
Ps 113,4; CleopGl (WWV 338 ,). -- Neu hinzu kommt ge-
‘epian. ZbD.: W£O 146 ,, (orbian, WfB); Lacceboc (Lehd
Il 338 0). -- ebung. BwD.: Bd 669,; drei Belege auch
aus dem Spätws.: RBen 68,, RBenl 53,; Afec.Gl (WWV
162 41). - ZbD.: Laeceboc (Lehd II 188,9); EpAl (Nar 14 ,,);
Sal 180,0; PsSpl 17,3 (onebung, Ve); CleopGl (WWV
458 30); HarlGl (WWV 235 ., , 240 >) ; Cp 1399.
fracop (nicht bei Jordan) erscheint als Substantiv ‚‚con-
tumelia‘“ nur anglisch, niemals in den vielen sächs. Denk-
mälern. BwD.: Cyn.Jul 71, 541; Li Mk 22, (teona, Ev),
en 42
L 16,; (asceonung, Ev). - ZbD.: WfO 21;, (teona, WfB);
Wu 54,, 240 9,; Ps 5458; CleopGl (WWV 429 ,,); HptGl
509... Das Adj. fracob mit seinen Abltg. ist gemeinags.
geornnes ‚„nimietas‘‘, vgl. Jordan bei den -nys-Abltg.
S.102. BwD.: Li Mt1I17,, L 11, (onhrop, Ev); Bd 21l,,
271, u.ö.; aber auch einmal ın Liebm. Af.El 13.- ZbD.:
WfO 156 , (onhrop, WfB); BlHm 55 ;, (V), 89, (VID; Wu
290 3,; Laeceboe (Lehd I 220 5,7); Ps 937; Cp 1088 (Ep
527); CleopGl (WWV 428 ,,).
gistlipnys ,„hospitalitas‘, Jordan 8. 102. BwD.: Gen
2446; Bd 20,, 643 u.ö.; Guthl 71,,; daneben auch kent.
einmal bei Wı, Liebm.Wi 7. - ZbD.: WE£O 76 ,», 77, (cum-
lipnys, WfB).
gneap ‚„mediocriter“, Jordan S.55. Weiteres BwD. ein
sächs.: Afe.HmS 31 ,996.- ZbD.: CleopGl (WWV 44150);
PrudGl 391 3,; GlPrud 227. -- gnepelice. ZbD.: WIO
und WfB Öl ,3. - ungnepelice. ZbD.: W£fO 43 56, 175 ı
(unheanlice, WfB). - gneaplienys. ZbD.: AldhGl
2437; HptGl 463 ,,; HarlGl (WWV 244,). - gneapnys.
ZbD.: AldhGl 2437, 3748; HptGl 494 ,,; CleopGl (WWV
464 95). Ä
halettan ‚salutare“, nıcht bei Jordan. BwD.: Bd
483,, 159,, u.ö.; Ru, 54, 10,: (weleumian, gretan, Ev
Li). - ZbD.: BIHm 139 ,,, 143 ,;, 155.0 (XIII); EpAl
(Nar 27 7). -- Abltg.: gehalettan. ZbD.: WfO 36 ;,,
250 ıg (gehaelan, WfB). -- halettung. BwD.: Ru, 23,
(greting, Li Ev). - ZbD.: BIHm 35,, 7 ı6 zweimal (D). - -
halettend (der Mittelfinger). ZbD.: CleopGl (WWV
264 41)- |
hatıan ‚aestuare‘, nicht bei Jordan. BwD.: Ve 38,;
Ru, 13, (besencan, Li; adruwian, Ev); Bd 1;,,; aber auch
zweimal spätws.: Afc.Temp (Lehd III 274,), Hex 22,,. -
ZbD.: WE£O 64, (befian, W£fB); Laceboc (Lehd I 198 ,);
HerbApul (Lehd I 196 ,); PsSpl 38,; Cp 357 (Ep 206);
AldhGl 4731; PrudGl 391 93. --- Abltg.: ahatian. ZbD.:
Lxceboe (Lehd II 60,9); PsL 38,; HarlGl (WWV 214 ,,).
-- gehatian. ZbD.: PsSpl 38,. -- onhatıan. ZbD.:
CleopGl (WWV 425 ,, 51135).
u un we
herenes ‚‚favor, laus‘‘, Jordan S. 102. BwD.: Run 7;
Cyn.Cri 415; Gu 588; Li Mt I6,., Mt 17, (lof, Ev), LI
617; Ril3x; Ve7x; Bd 483,9, 277,3; auch einmal bei
Afd.: Past 111,. - ZbD.: WfO 59,, (wyrbmynd, WiB),
62 95 (lof, WEB); Wu > 1; Ps5x; Op 824.
hleopor ‚sonus“, Jordan 8.43. ZbD.: WfO 52 33
(sweg, WfB; auch in Ev), 99 „, 284 34, 286 , (ohne Entspr.) ;
Ps 107 ,, 150,; Metr 1347. --- Abltg.: hleoprian. Ein
. zweites spätws. BwD. (das erste ist Afc.HmTh I 38,) ist:
ByH (Anglia VIII 331,5). - ZbD.: W£O 144 ,, (swegan,
WfB), 99,, 284, (ohne Entspr.); Wu 182,0; EpAl (Nar
135); PsL 146,; PsSpl 17,, 82,, 150, (hleoprian, Ve);
Ps 104 ;,, 113,3, 134,7; Cp 1065 (Ep 508); Aldhal 5x
HptGl 467; GlPrud 75; CleopGl 5x.-- Die Abltg. kann
ich ergänzen durch: efenhleopor. BwD.: Ph 621.--
oferhleopor, adj. gebraucht. ZbD.: Ps 93,5; ebenso
ungehleopor. ZbD.: HarlGl 224,. -- ahleoprian.
ZbD.: WE£O 208 ,,, 236 ;; (keine Entspr.). -- oferhleo-
pbrian. ZbD.: EpAl (Nar 32,); Sal 152,3. -- efen-
hleoprung. ZbD.: HarlGl (WWV 2133).
holunga ‚incassum‘“, Jordan S.59, Anm.1: ‚Auch...
holunga scheint, wenigstens vorwiegend, anglisch zu sein.”
BwD.: Beo 1076; Gen 997; Ru, 15, (butan, Li Ev); Bd
184 ,,, 552 , u.ö. - ZbD.: W£O 25 ;, (on idel, WfB); PsVos
(Junius-Ps) 126, (in idelnysse, Ve); EcgP (LITh U 230 ;,) ;
Cp 1373 (Ep 683); CleopGl (WWV 451 50); Be geceyrred-
nysse (die Übersetzung einer Homilie aus Aleuins ‚De vir-
tutibus et vıtııs liber‘‘; die Homilie ist in zwei Hss. erhalten,
von denen die eine, Tıb.A. III, aus der Mitte des 11. Jh.,
„holunga“ hat [Archiv OXXI 259 ,, |, die andere, Vesp.D.
XIV, „on idel“ [Anglıa XI 388 so) vgl. oben bei WfO und
Wf£B).
huhugu ‚‚fere‘‘, Jordan S. 96 ohne Belege. BwD.: Bd
1x. - ZbD.: W£O 79,, (nealicee, WfB; nean, neah, Ev;
swelce, Li); BIHm 207 4; ıs (XVII); 'Laeceboc (I,chd 1
280 ‚s); CleopGl 414 5,.
lixan ‚„fulgere‘, nicht bei Jordan. BwD.: Beo 311,
485, 1570; Cyn.Crı 231, 505, 698, El 23, 90, 125, 1116; Az
== 16 re
106, Dom 55, Exod 125, 157, 175, Pa 24, 27, Ph5x, Sch 49;
Li Mt 13,; (seinan, Ev), Mk 9, (glitinian, Ev), L 24,
(hwite, Ev), Jn 53;, (lihtan, Ev); Ru, Mk 9,, L 24,, Jn
5a; Ri 3,. - ZbD.: WE£O 65 ,, (scinan, WfB); BIHm 75
(I); EpAl (Nar 13,5); Metr 19,3; Ps 76,,; CleopGl
(WWV 406 ,,, 509 ,). --- Abltg.: inlixan. BwD.: Ru,
L 23 ,ı (onlihtan, Ev). -- eftgelixan. BwD.: Ri 54,.--
lixende. BwD.: Li L 16,5 (rielice, Ev). -- lıxung.
BwD.: Lı Mt 116,5; Ri 3,, 38 ,5-
medmicel ‚parvus, modicus, aliquantulus‘‘, nicht bei
Jordan. BwD.: Ri 115; Ru, 630, 86, 1431, 16, (lytel,
Li Ev); Bd 554 ,, 630 ,, u.ö.; Guthl 126,,; Cart III 71,,
(Eadred schenkt 955 dem Atlfsige Hunlafing aus Huntingdon
Land bei Z£pelwoldingtune in der Nähe von Peterborough). -
ZbD.: WO 8x (lytel, WfB), 85, (gehwaede, WfB), 128 5,
(sume, WfB); BIHm 12x (L, II, III, V,X, XI, XV, XIX),
BIGl (BIHm 259 ;,, 33); Laeceboc (Lehd II 24 „0, 36 3 u.6.);
EcgC (LITh I 156 ,,), EcgP (LITh II 236 ‚o)- -- Abltg.:
medmicle. ZbD.: BIHm 77 ,, (VI). -- medmicelnes.
ZbD.: PsSpl 54, (lytelmod, Ve).
nenne ,„nisi‘, anglisch nach Jordan, S. 46, doch auch
kent.: außer in der kent. Urk. (Txts.Ct 34 ,,), die Jordan
zitiert, auch im kent. Gesetze Grid (Liebm.Griö 15). - ZbD.:
WfO 54, (buton, WB; auch in Ev), 5X ohne Entspr.;
B!Hm 19,5, (II), 161,, (XIV), 22335 (XVIII); Laceboe
(Lehd II 202 3); Ps 4x; CleopGl (WWV 454 33, 525 3).
nydniman ‚„violare“, nicht bei Jordan. BwD.: Ru,
23 9, (reaflac, Ev). - ZbD.: WfO 64 ,, (strec, WfB); Liebm.
Cn 739. --- Abltg.: nydnıima. BwD.: Li Mt 23 ,;
(reaflac, Ev), L 18,, (reafere, Ev); Ru, 11, (strec, Ev). --
nydnimu. BwD.: Ru; L 11;,, (reaflac, Ev); Rı 215. --
nydnimung. BwD.: Li L 11,, (reaflac, Ev); diese
Abltg. auch einmal bei Afe.: Voce (WWV 11959).
semninga ‚‚repente, subito‘, Jordan S.6lf. Zweimal
spätws. belegt: Afc.HmTh II 398 3; und Ev L 22,. - ZbD.:
W£O 11x (feringa, W£{B); Wu 262,; BIHm 7x (XII
6x, XVII); Laceboce (Lehd II 176 ,); EpAl (Nar 15 ,,,
1); Ps 694, 72 15.
es
etillan ‚„prosilire“, nicht bei Jordan. BwD.: Cyn.Crı
745, 747; Bd 616 .4, ı7. - ZbD.: WfO 189 ,, (ohne Entspr.);
GlPrud 32 a. --- Abltg.: astillan. BwD.: Guthl 154 ,;. -
ZbD.: WO 21,; (aresan, WIB). - gestillan. BwD.:
Cyn.Cri 648, 716. - ZbD.: W£fO 7x (ohne Entspr.). -- wıP-
stillan. ZbD.: Cp 662: -- still. BwD.: Cyn.Cri 723, 728.
preodian ‚deliberare‘“, nicht bei Jordan. BwD.: Cyn.
El 549, 1239, Ap 18; Bd 185 ,,. - ZbD.: Pseudo-Matthäus
(HmA 12494); HarlGl (WWV 216 ,,). --- Abltg.: ge-
Preodian. ZbD.: W£O 101, (oferswydan, W£B). --
ymbpreodian. ZbD.: HarlGl (WWV 204 ;,). -- )reo-
dung. BwD.: Bd 96 .,. - ZbD.: Wu 149 ,;; HptGl 422 ,,;
CleopGl (WWV 385 3). -- ymbpreodung. ZbD.: Cp
644 (Ep 331); CleopGl (WWV 384 ,,), HarlGl (WWV
218 30)- |
pzcele ‚„lucerna“, Jordan S.59. ZbD.: W£O 11758
(blese, WfB; leohtfat, Ev); EpAl (Nar 14 ,,, 2336); Nal
418; CleopGl (WWV 266 38, 490 5, )-
unlifigend ‚defunctus, mortuus‘, nicht bei Jordan.
BwD.: Beo 5x; Cyn.El 879; Jud 180, 316; Li Jn 145;
Ri 173 ,9, 177 ,.. - ZbD.: W£O 18,, 853, 346,0. (dead,
WEB).
winnan in der Bedeutung ‚„laborari“ und gewin
„labor‘ hat Wildhagen in seinem ‚„Psalter des Eadwine von
Canterbury‘ (Morsbachs Stud. Engl. Phil.13) als angl. er-
wiesen (SS. 184 und 186). Zu ‚„winnan‘ kann ich als BwD.
zwei Belege aus Ru, hinzufügen: 633, 11 ag. - ZbD.: WO
29 95, 1585; (swincan, WfB und Ev); BIHm 99,, (VIII),
141 ,, (XIII); Ps 68;, 108 ,, 126,; Metr 3,, 4,6; Sal 283,
388, 392; HarlGl (WWV 220 ,ı). --- Zu gewin ist zu er-
gänzen als augl. BwD. Guthl 5x; aber auch spätws. einmal
bei Afc.: HmTh I 426 ,,-. - ZbD.: WfO 11x (geswine,
WfB); Wu 259 ,,; BIHm 7x (V, VOLL, XII, XV, XVII
2x, XIX); MeddQuadr (Lehd I 330 2.); Chron 870 F,
995 F; Ps7xX; Sal 472. |
witedom. Von dem gemeinags. ‚„wita‘ leitet das Ang-
lische ab ‚„witedom‘‘ (prophetia) und ‚„witege‘“ (prophetissa),
Scherer, Ags. Wortgeographie. 2
während das Sächsische die Abltg. ‚„witegung‘‘ und „wite-
gestre‘ (s. u. 8.25) bildet. witedom. BwD.: Gu 12;
Cyn.Cri 212, El 1153; Ph 548; Bd 264 ,, 444, u.ö.; Guthl
154 ,.- ZbD.: WfO 9x (witegung, WfB); BIHm 71; (VJ);
AldhGl 5x; KentGl 1064; HptGl 493 ,,, 520 ,, u.ö;
CleoepGl (WWV 465 5). -- witegdom. BwD.: Dan 146;
Ru, 13,, (witegung, Ev). -- witedomlie. BwD.: Guthl
121,8, 1431, 149 10- --- witege. BwD.: LLLI4,;,; Li
und Ru, L 23, (witegestre, Ev).
Überblicken wir das vorliegende Material, so finden wir
häufig nicht genug sichere Belege, um ein Wort als anglisch
oder als sächsisch zu erweisen. Wie viele Belege sind
erforderlich, um zu überzeugen? Das ist die eine große
Schwierigkeit.
Eine Zweite deutet auf Dialektmischung, wenn nämlich
ein ganz überwiegend anglisches Dialektwort vereinzelt auch
in einem außerangl. Denkmal auftaucht, teils im Kentischen,
dessen Sprache eine gewisse Stammesverwandtschaft mit der
der Angeln aufweist (vgl. das Schicksal des germ. ä), teils
auch in dem Westsächsischen des Alfred oder seiner Nach-
folger, wo man sofort an dıe Mannigfaltigkeit der außersächs.
Hilfskräfte denkt, die Alfred in seine Kanzlei zog; vgl. die
obigen Belege für aeteownys, bebycgan, epian, geornnes, gneap,
hatian, herenes, hleoprian, nydniman, semninga und winnan.
Auf einen anderen möglichen Grund der Sprachmischung
weist Jordan hin, indem er, z.B. bei bebycgan, als einem
Rechtswort, Einfluß außerws. Gesetzgebung auf Alfreds
Gesetze annimmt; ähnlich mag es mit geornnes, gistlipnes und
nemne stehen. So wie die ags. Königshöfe werden auch die
Kronjuristen untereinander verkehrt haben.
Ein weiterer Faktor der Sprachmischung kann im Wan-
dern der Mörfcehe aus einem Kloster ins andere gesehen werden,
wie dies besonders seit der Benediktinerreform häufig wurde
(vgl. Kap.I, S.10); dieser Faktor mag besonders bei solchen
angl. Wörtern in Betracht kommen, die hin und wieder auch
in der spätws. Literatur nachzuweisen sind.
=
Jordan hat noch eine weitere Kategorie von Wörtern auf-
gestellt und sie formuliert als „ursprünglich gemeinags., im
Anglischen aber länger erhalten als im Westsächsischen‘ ; hier-
her rechnet er von Wierferth-Wörtern cigan, gefeon, frignan,
rsefnian, tid, prag. Für seine Rubrizierung stützt sich Jordan
auf die Annahme, daß Li, Ru und Ri spätangl. seien ; diese
Ansicht ist aber nıcht mehr haltbar, seitdem Edw. Schröder,
Heidemann und Heinzel auf sehr alte Sprachformen ın Li usw.
hingewiesen haben (vgl. Kap.I, S.5). Diese Wörter sind ein-
fach altertümlich.
IH. Kapitel.
Wörter von sächsischem Charakter.
Entsprechend den anglischen Dialektwörtern gibt es Wör-
ter, dıe auf das sächsische Gebiet beschränkt sind. Bei ihrer
Untersuchung gehe ich von den Wörtern in W£B aus, die in
WE£O andere Entsprechungen haben ; wır erhalten dadurch eine
gewisse Probe für die in Kap.II festgestellten Verhältnisse.
Leider haben wir nur ganz wenige Denkmäler von sicher spät-
angl. Herkunft, die wir zum Vergleich heranziehen können.
Deshalb muß man auf Ersatz bedacht sein. Ich berücksichtige
das mittelengl. Wörterbuch, verzeichne, wie schon umgekehrt
ın Kap. II, von jedem Wort aus W£B, wie das Wort in WfO
lautet, und bringe, wenn möglich, zu Belegen aus den späten
Evangelien und Psaltern mit Hilfe der Bibelkonkordanz die
Entsprechungen aus den alten angl. Texten, damit die Doppel-
garnitur der Wörter klarer zum Ausdruck kommt.
»pelboren „nobilis“. BwD.: Afd.Liebm. 11,; RBen
12 3, 15, 103,0, De cons. mon. (Anglia XIII 365 ,): Afe.
HmTh I 92,, I 118,, u.ö., HnS 8,,, 303; u.ö., Gr (WWV
335 21), ol (WWV 17333); Ev L 19,. (welboren, Li Ru). -
ZbD.: WfB 22 ,, (epeleund, WfO); Chron 654 E; PsL 1495,
(edele, Ve); Biogr. of Mildsith (Lehd III 428 ,,); ApT 19 ;,;
KentGl 1147 ; CleopGl (WWV 426 ,).--- Abltg.: un&pel-
boren. BwD.: RBen 12 ,,, ı; Afe.HmTh I 260 ., Gr
(WWV 55l3).-- epelborenes. BwD.: Afe.HmTh IL
9%
174,, 118,0, HmS 3,, 84-51 - - ZbD.: HyS 77,4; ApT
9,5, 15 18 u.ö.; AldhGl 4518; CleopGl (WWV 412,3). ---
Me.Belege: Frag 4; Lk 19 13-
axung „quaestio‘. BwD.: Afd.Bt 12350, 9 15, 127;
144,; Afe.HmTh I 188 „‚, II 300 ,,, HmS 23 bs; - - ZbD.:
WfB 13739 (frignung, WfO); Metr 22 ,,; Scint 215; HR
7 51; AldhGl 5214. --- Abltg.: geaxung. BwD.: Afd.Bt
148,. --- Me.: AR 338; Ay 6x; StMarh 16; WyclJdg
8 4-
ceast „increpatio ‘. BwD.: Afd.Liebm.El 18; RBen 22;
Afc.HmTh I 408 ;; , II 420 ;; u. ö., HmS 7 913 ; 993 U- ö., PaEp
(LITh II 386 2), Voe (WWV 11636).- ZbD.: WfB 64 35
(gecide, W£O), 145,3 (preaunge, WfO); EegP (LITh U
230 39); HyS 10 39; Scint 134 18, 15; Hpt@l 495 3. - Abltg.:
unceast. BwD.: Ine Liebm. 35. --- Me.: Alıs 3565; AR
200; Ay 9x; Ch 1556; Gow P 215, III 417, V 541; Hom I
111 (De octo vituis), II 163 (Assumpt. Mar.) ; Langl A 10,#;
B2;,,, C 1,05 380; Mirce 338; OaN 183, 296; Shor 113.
clud .,‚rupes““. BwD.: Afd.Bt 91,3, Ors 67 9, 11715;
Afc.HmTh II 162,, 160 .,, HmS 30 3, Gr 99 , 29. - ZbD.:
W£B 52 3; (elif, WfO); PsSpl 113, (clif, Ve; stan, Ev);
AldhGI 6x; PrudGl 394 3,; HarlGl (WWV 202,). ---
Abltg.: cludig. BwD.: Afd.Ors 2045.- ZbD.: PrudGl
399 ,47.--stanelud. BwD.: Afd.Past 59,; Afe.HmTh II
156,, HmS 1 6397, Gr 978, Hex 22 33.- ZbD.: W£B 52,
(stanclif, W£fO); HptGl 499 3,.--- Me.: Laz 10x; LyrP
44; OaN 1001; aber auch im nördl. Orm I 90.-- eludig:
Orm 1 93.
cneord ‚intentus“ (nurin Abltg.): gecneord. BwD.:
1 angl. Beleg, Bd 525 ‚,; sonst nur sächs.: Est. of mon. (Iichd
III 434,0); Afe.HmTh I 436 ,9.- ZbD.: Liebm. Ger 5, .--
gecneordlic. BwD.: Afece.HmTh I 743;,.-- geene-
ordlice. BwD.: Afc.HmTh I 60;,, 504 ,..-- eneord-
lecan. BwD.: AfeHmS 335.-- gecneordla&can.
BuwD.: RBen 121,,: Afe.HmTh I 486 ,,, II 118 ,, Gr
.15+4,.- ZbD.: AldhGl 241, 1086; HptGl 412 ,3..-- ene-
ordnys. ZbD.: AldhGl 995, 2508, 7 39.-- gecneord-
2 0
nys. BwD.: RBen 138,; Afc.HmTh I 220 ,, 586; u.ö.,
HmS 25 ze. - ZbD.: W£B 117, (willa and geornes, WfO);
PsSpl 105 38 (teolung, Ve); ApT 19,; AldhGl 5x.-- un-
geeneordnys. BwD.: Afe.HmTh U 552 3, .--- Me. nicht
zu belegen.
dyrstl®can „praesumere“. BwD.: RBen 79 ,,, 116,,
128 , u.ö.--- Abltg.: gedyrstlecan. BwD.: Afd.Liebm.
El 49,; RBen 11x u.ö.; Afec.HmTh I 54,0; 456,, HmA
101 306, Gr 247 35. - ZbD.: WEB.: 733, 1810, 395; 135 3
(geneban, WfO), 25, (gedyrstigian, WfO); Nie 17g.--
gedyrstlaecing. ZbD.: WfB 71; (bylde, WfO).--- Me.
nicht zu belegen.
gefredan ‚„sentire‘‘ (ohne ge-Präfix nicht zu belegen).
BwD.: Afd.Bt 91 ,,, 145 98 , a3 , 146 ,, Sol 42, , 13, 33 13 » 14 »
Past 187 0, 331 1 u. sehr oft; Afe.HmTh I 302 ,, , IL 232 ;,
u.ö., HmS 144, 4 17 u.ö., Gr 34 39, 39, , InterrSig (Btwk-
Serd 18 ,,); Ev Mk5 ,, (gefalde, Li Ru). - ZbD.: W£B 102,
(ongat, WfO).--- Abltg.: gefredendlic. BwD.: Afec.Gr
2g99.-- ungefredelic. BwD.: Afd.Past 265 i8--- ge-
frednes. BwD.: Afd.Bt 145 9; a3--- gefredm&elum
(paulatim). ZbD.: AldhGl 3245; HptGl 482,0.--- Me.:
fredan: Gow IV 3511, V 7167; Laz I 88, III 81; Mk 5 9;
Misc 78, 82 (Sinners Beware) ; Shor 7, 120.
sehealdsum „parcus‘. BwD.: Afd.Past 149 ... -
ZbD.: Seint 225 16; De observ.lunae (Lehd III 158 ‚,); Aldh-
G1 665, 2666, 4511.--- Abltg.: ungehealdsum. BwD.:
Afe.HmTh II 220,, HmA 47 ,,.- ZbD.: AldhGl 7 3,9,
83350.-- ungehealdsumlic. BwD.: Afe.HmA 20 zo - --
goehealdsumnys. BwD.: RBen 5x, RBenl 3,0, 118,
u.ö.; Afce.-HmTlh I 244 ,,, 474,0, u.ö., HmS 2311, 2D eo ;
HmA 57 se; ‚, InterrSig (BtwkSerd 17 39). - ZbD.: WIB 104,,
107 ,, (hyrdnysse, Wf£O); Seint 225 46; AldhGl 6x; un-
geehealdsumnys. BwD.: Afc.PaEp (LITh I 382 ;,);
CoDi III 349, (Aöpelred schenkt, 1006, der Kirche Land ın
Süd- und Ostsachsen).--- Me. nicht zu belegen.
greada „sinus“. BwD.: Afd.Past 103 3, 405, u.ö.;
Ev Lk 1635, 93 (barme, Li; in der Ru-Hs. fehlt das be-
9 —
treffende Blatt).- ZbD.: WfB 65 ,5, ı7, 9; (sceat, WIO);
AldhGl 2954. --- Me.: Alis 4187, 4196; Ay 196.
hreowsung ‚„poenitentia‘“‘, eine -ung-Abltg. von dem
gemeinags. hreowsian (wie „axung‘‘ von acsian). BwD.: Afd.
Past 419 35, 421 0.22, Bt 5x; RBen 49 ,, 70 17; Afc.-HmTh
168 ,,, Lev 10,; Ev L 10,; (in Li Ru durch das Verb über-
setzt).- ZbD.: WfB 114, (daedbote, WfO); EdgUan (LITh
II 278 ,,.); HptGl 510; CleopGl (WWV 465 ,).:-- Abltg.:
behreowsung. BwD.: Afc.HmTh I 3523, 4, HmA
34 953 , Gr 37 38. - ZbD.: Wu 24 ‚s; AldhGl 4496. -- behre-
owsungtid. BwD.: Afce.HmTh II 86,,, 88,.-- Me.
nicht zu belegen.
leorningeniht ‚discipulus“. BwD.: Afd.Past 25 5;
Afc.HmTh II 162 „, Gr (WWV 374 ,,), Voe (WWV 163 5,);
Ev 224x (Li Ru: ambeht, discipul, embehtman, fostring,
lareneht, pegn).- ZbD.: WEB 130 ,,, 147 ,, (begn, WfO),
134 ‚, (geongra, WfO).--- Me.: Hom 13, 7 (De initio crea-
turae), 229 (Dominica Palmarum); häufig (17x) auch im
nördl. Orm.
nealıce ‚fere“. BwD.: Afd.Past 335 ,,; Afc.HmS
31951 .- ZbD.: WEB 79,, (huhugu, WfO; nean, neah, Ev);
BIHm 207 3 (XVII); HerbApul (Lehd I 204 ,3).--- Me.:-.
rihtl&can ‚to make right‘. BwD.: RBen 46 ,,, Est.
of mon. (Lehd III 440 ,).- ZbD.: Wu 174 39, 277 ,; AldhGl
66. --- Abltg.: rihtlaece „‚genuine physieian“. ZbD.: Wu
12 g.-- rihtlecung. BwD.: Afd.Past 197 ,; Afe.Hm’Th
II 198 55.- ZbD.: AldhGl 3215; HptGl 481,3. -- geriht-
la®can. BwD.: RBen 52,, 113,,, Est. of mon. (Lehd III
438 30); Afe..HmTh II 146,, 470,, u.ö., HnS 2, , 1696
u.ö., HmA 5 155 , 12 300 u.ö., Gr 26+,; Ev Jn 330 (forewe-
dan, LiRu). - ZbD.: Scint 37,; PsL 89,, (gerecan, Ve),
118, (beon gereht, Ve) u.ö.--- Me.: Hom I 17 (De Quadra-
gesima) ; Misc 86 (Woman of Samarıa) ; Will 282, 1310.
tendan ,‚ardere‘‘, ags. nur als ‚„ontendan“ und ‚aten-
dan‘ zu belegen.- ontendan. BwD.: Afd.Liebm.El 27;
HmTh I 240 ,,, 458,, Afe.HmS I 39, 25 ae U.ö6., HmA
111g, Temp (Lehd III 242 ,.), Ex 22,.- ZbD.: WB
162 ,, (abarn and aweoll, WfO; beornan, Li Ru Ev); HmA
196 ‚ („Drei Leben‘, Hs. Cott. Otho C 11); Chron 994 E;
Charms (Lehd III 286, ü.ö.); AldhGl 977, 2772; Hpt@l
417 95, 507 ,, u.ö.-- ontendnys. BwD.: Afc.HmTh U
156 96 , 97.33 u.ö., HmSI 2,75, 4s07 u.ö.- ZbD.: WfB 101,
(hate, WfO); AldhGl 6x; HptGl 489g, 499 45 u.ö.---
atendan. BwD.: Afc.Temp (Lehd III 266,,); ByH
(Anglıa VIII 312 ,).- ZbD.: Chron 994 F, 1006 E; Seint
208 ,; AldhGl 2460, 4315.-- atending. ZbD.: Seint
221 ,7.-- tending. ZbD.: WfB 101,, (tendling, WO).
--- Me.: tenden: Alex 4179; AR 296; FaBl 672 C; Kath
197, LanglB 18 35 , C 21350; Parten 2097, 2136; Trev III
395; WyelEx 30,.-- atenden: Fer 3280; Hom I 9
(In Die Pentecosten) ; Mise 52 ,, (Passion of Our Lord).
truma „acies“. BwD.: Afd.Ors 80 ,,, 240 3; u.ö.; Afe.
HmA 113 356 , Jos 11,0. - ZbD.: WfB 74,, (weorod, WfO);
AldhGl 862, 731, 1721; HptGl 426 gs , 477 13; HarlG1 (WWV
236 19)---- Abltg.: getruma. BwD.: Chron 871 A.-
ZbD.: Chron 871 E; Ps 26,.-- foletruma. ZbD.: PsL
44 5, 105,8 u.ö. (fole, Ve; fole, menigu, wered, Ev).--
fyrdtruma. BwD.: AfeHmTh I 442,;,,.-- scild-
truma. BwD.: Afe.HmS 25 ‚ss , Gr 4839.- ZbD.: AldhGl
731, 2959, 3796; HptGl 475 9. --- Me.: MArth 3592; Fer
2372; GenEx 1829; HM 21; Laz III 73, 107, 108, 133;
Mise 149 (Eleven Pains of Hell); Shor 108; einmal auch in
dem ndml. Hav (8).-- scildtruma: BevH 993; Laz 5x;
WyclK 4,.
tucıan ‚„eruentare‘. BwD.: Afd.Bt 123 :,; Afe.HmS 1
23106; II 26,, u.ö, Jud 15,.- ZbD.: Metr 24 ----
Abltg.: getucian. BwD.: Afe.HmTh II 454 ,,, Hm
D 162» 21 ars u.ö., Job 167 ,,.- ZbD.: WfB 22 ,, (geslegen,
WfO; gedrececan, Ev; gestyran, Li; waelan, Ru); Ps 44 ,,. --
mistucian. ZbD.: WIB 15, (geblodgian, WfO), 20 35
(swingan, WfO); Chron 1083 E.--- Me: AR9“:; Ch A
621; HM 17; Hom 21 (Credo); Kath 550; Lanel B 15 4;
OaN 63.
paeslie ‚„eonveniens“. BwD.: Afd.Ors 150 35,; RBen
2, IE
49 5.6935 , 70 5, , 72 13, RBenl 56 ‚;,, Est. of mon. (Lchd III
434 ,): Afe.HmTh 1 194;,, 50855 u.ö., HmS II 23b 370,
434; Ev L 23 ,, (wybe, Li Ru). - ZbD.: Seint 125,, 405;
HyS 293,;,; Eeelnst (LITh II 424,); AldhGl 5x; HptGl
437 g3 , 443 ,;, u.ö.; HarlGl 206 , , 207 3, , 208 3,.--- Abltg.:
unpwsliec. BwD.: RBen 7453; Afc.HmTh I 482,, U
134 ‚3 u.ö., HmS 31 076 , Gr 87 18. - ZbD.: WEB 136 ,, (un-
gerisenlic, W£fO); Scint 33,9; AldhGl 4483, 27 36; HptGl
510 ;,.-- gepxslie. BwD.: Afc.Gr 16,,. ZbD.: PsL
31 (geliplie, Ve); AldhGl 3891.-- pseslice. BwD.: Afd.
Ors 150 53,; RBen 70 ;,; Afe.HmTh U 118 ,,.- ZbD.: Scint
46 ,; Psl, 147 ;, (keine Entspr. in Ve); BIGl (BIHm 263 ,);
AldGl 446, 1715; HptGl 417,; PrudGl 390 3;.-- un-
paslice. BwD.: Afe.HmSIl.u,.- unpaslieu. BwD.:
RBen 124 ,3.-- pesl»can. ZbD.: AldhGl 4356; HptGl
508,; HarlGl (WWV 208 ,,).-- gepxsl&®can. BwD.:
RBenlI 16,.- ZbD.: AldhGl 4263, 5175; HptGl 506, 523;
HarlGl (WWV 208,, 3). -- peslienes. BwD.: Afe.
HnıTh II 326 ,,.-- unpaslienes. BwD.: Afc.HmTh II
316,.--- Dieses ags. so häufige Wort findet sich im Mittel-
engl. nicht mehr.
unmyndlinga ‚„inopinate“. BwD.: Afd.Bt 125 ;,,
Ors 146,; RBen 67 ,.; Afe.HmTh 160,, HmS I 23 55 - -
ZbD.: W£B 88 ,, (unwenliee, WfO); Liebm. IV Eg 8; Metr
25 30.--- Me.: AR 280; Hom 1 249 (Sawles Warde).
upahafenys ,„exultatio“, eine Abltg. von dem gemein-
ags. hebban. BwD.: Afd.Past 55 5, 300 ‚u. sehr oft; RBen
1835, 22,3 u.ö.; Afe.HmTh II 560 ,,;, HmS II 23b 395 ,
27 100 u.ö, HmA 96 13; , 10139 u.ö., Ex 17 ,;, 328 33. -
ZbD.: WfB 45, (oferhigd, WfO); PsL 88 ,, (ohne Entspr.),
140, (uphefenis, Ve, der einzige Beleg für diese Abltg.; die
Ev haben bliss, Li und Ru gladnvs); PsSpl 31,, 62, (wyn-
sumnys, Ve); Ecelnst (LITh II 394 ,», 418,5); AldhGl
5345; HptGl 526 73; KentGl 547. -- upahefedlic. ZbD.:
AldhGl 667; HptGl 4223. --- Me.: Hom I 115 (De octo
vitiis).
weorod „dulcıs““. BwD.: Afd.Bt 52,5; Afe.HmTh ID
— 25 —
144 ,, 372 99, Ex 15 ,,, Gr 54,. - ZbD.: PsL 18,, (swoste,
Ve; Li: swote lede; Ru Ev; wynsum); HerbDiose (Lehd
Ill 276 ‚0, 302 ., u. ö.), HerbApul (Lehd III 108,); AldlıGl
5x; HptGl 419,0, 4626 u.ö.; KentGl 179. --- Ablig.:
unweorod. BwD.: Afd.Past 447,9. -- purhweorod.
ZbD.: AldhGl 2393. -- weorodlice. BwD.: De cons.
mon. (Anglia XIII 427 g3,); Afe.HmS 34 ,o;- - ZbD.: HyS
735. -- weorodian. BwD.: Afd.Bt 5l,. -- geweo-
rodlzcan. ZbD.: Scint 196,. -- werednys. BwD.:
De cons.mon. (Anglia XIII 369 ,); Afc.-HmTh II 212;,
Gr 42,.- ZbD.: WfB 25 ‚, (wynsumnysse, WfO); PsL 30 30
(swoetnys, Ve); HyS 98,7; AldhGl 11,3; HarlGl (WWV
225 ı7 , ı9 » gı)- - Das Substantiv ‚„wered‘‘ (= Met) findet sıch
einmal im Beo 496. --- Me.: werednys: AR 138.
witegung ‚„prophetia“ (s.0.8.18, „witedom“). BwD.:
Afc.HmTh I 188 ,,, HmA 6x, Test 235; Ev Mt 13 ,, (wit-
gsiung, Li; witigdom, Ru). - ZbD.: WfB 9x (witedom,
W{O); Wu 5l,, 56,1, 192 19, 20136; Chron 605 E; Aldh-
Gl 1793; CleopGl (WWV 415 3). -- forewitegung.
BwD.: Afc.HmS 29 ,,; St.Neot (Anglia III 110,04, us). -
ZbD.: AldhGl 8x. -- witegungboc. BwD.: Afe.HmSI
24 115. - ZbD.: HR 7 ,,; 30- --- witegestre „prophe-
tissa““. BwD.: Afe.HmA 89 30 , Test 10 3,; Ev L2 36 (witege,
Li Ru). --- Me.: Hom I 97 (In Die Pentecosten) ; 19 X im
Orm.
IV. Kapitel.
Spät auftauchende Wörter.
Eine Reihe von Ausdrücken aus WEB sınd erst seit der
Übersetzung der Benediktinerregel von „Epelwold (Bischof
von Winchester seit 963) nachzuweisen, obwohl sie nach ihrer
Bedeutung längst früher zu erwarten wären.
ablycegan ‚terrere, zu an. blygd, die Scham, alhd.
blügisön; ein gemeingerm. Wort, das dem älteren Ags. fehlt,
obwohl es seiner Bedeutung nach zu erwarten wäre. BwD).:
u, O6,
RBenl 2,.; Afc.HmTh II 166,, 342,, u. ö., HmS 3,0
50, HmA 100 965, 116 417, Test 17404, Gr 222 5. - ZbD.:
WfB 133, (abregan, WfO; Ev: bregan, Li Ru: fyrhtian,
forhtian) ; AldhG1 2330, 3506; HarlGl (WWV 222 ,;).
acumendlic ‚‚tolerabilis‘, von dem Verb cuman mit
Neubedeutung, vgl. Koch, Hist. Gr. II, S.3ff. BwD.: RBenl
5 ,,; Afe.HmTh I 96,, 592 3; Ev Mt 10,, (edor 1 lihtre,
Li: frendlice, Ru). --- Abltg.: acumendlienys. ZbD.:
AldhGl 3393. -- unacumendlic. BwD.: RBen 8,,,
128 ‚0, RBenI 114,; Afc.HmTh 1532, , Hn$ 31 9; ‚ Interr-
Sig (Anglia VII 30 980)- - ZbD.: W£B 37,5 (unariefnedlic,
WO); AldhGl 359, 3887; HptGl 4143, 497 98. -- un-
acumendlicenes. BwD.: RBenlI 114,5.
angsum ‚„angustus‘, von ange, „eng“; über das Ab-
leitungselement ‚sum‘ für Abstrakta vgl. Kluge, Nom.
Stammbildungslehre, 8239; das adj. Flexionssuffix wird ver-
deutlicht durch ein Bildungssuffix. BwD.: RBen 205, 10;
Ev Mt 7,, (naruu, Li; naru 1 widerdune, Ru). --- Abltg.:
angsume. BwD.: St.Neot (Shrn 15 8). -- angsumlice.
BwD.: Afc.HmTh I 86,;. - ZbD.: WfB 29,, (nearolice,
WfO). --- angsumnys. BwD.: RBen 5 ,,; Afc.HmTh
I 88,, 404, u.ö., Gen 42,,, Jos 7,. - ZbD.: WIB 236 .,
(nearonessa, WfO); Wu 139 35, 246 ,,; Seint 3,, 795;
PsSpl 118,4; (mearunes, Ve); De somn.eventu (Lehd III
200 ,); AldhGl 985; HptGl 429... -- geangsumian.
BwD.: Afc.HmTh I 410,, II 170; u.ö., HmS 9,05 » 9ıs4
u.ö., HmA 97 108, 107 26, Gr 3156: - ZbD.: WEB 57 16
(geswencan and genyrwian, WfO); Chron 1093: PsL 142,
(generwan, Ve).
behreowsian ‚poenitere‘‘, mit frühags. nicht ver-
wendetem Präfix. BwD.: Afc.HnıTh I 68 ,>, 550 3, HmS
12 3,, 2390, HmA 8506, Test 2 ,, Gr 37 298, 39 90. - ZbD.:
WE£B 149 ,. (hreowan, WfO; Li Ru: hreowsian, Ev: dacdbot,
hreowsung don); Wu 202,; PsL 4, (geinbryrd beon, Ve);
Scint 95 AldhGl 5267. --- Abltg.: unbehreowsian.
BwD.: Afc.HmTh I 500 ,,. -- behreowsung. BwD.:
Afc.HmTh I 352 23 , os; , HmA 34 ;;». Gr 37 95. - ZbD.: WIB
BE),
114, (dadbot, WfO); Wu 24,8; Chron 1100 E; AldhGl
4496. -- behreowsungtid. BwD.: Afc.HmTh II 86 ;,,
88,.
besargian ‚‚dolere‘“, vgl. voriges Wort. BwD.: RBen
215,656; Afc.HmTh I 402 ,,, II 150, u.ö., Hm$ 1,
21 552, Test 21,, 42,, Gr 33,5. - ZbD.: WfB 104, (sor-
gian, WfO; sarıan, Ev); Seint 12, , 45 50 u.ö.; HyS 3450,
125 ,; AldhGl 903, 5266. --- Abltg.:besargung. Bw]).:
Afc.HmTh I 334 ‚.. - ZbD.: HyS 126 ,..
carful ‚sollicitus‘‘, in RBen auch careful, wie zu er-
warten; vgl. caer Adj., „besorgt“; einfaches Adj. verdeutlicht
durch Zusammensetzung. BwD.: RBen 5x; Afc.-HmTh I
344,, 440, u. sehr oft, Gr (WWV 331 ,;), Voc (WWV
172 95). - ZbD.: Wu 72,0; Seint 121,, 206 ,; PsL 39 ,, (Ve
hat hier einen anderen Lateintext; Li: geornful, gemende;
Ru: geornful, sorgende; Ev: ymbhidig); HR3,s; De somn.
eventu (Lehd III 188 ,,); AldhGl 364, 5429, Zuer- ---
Abltg.: carfullice. BwD.: RBenI 111,; Afc.HmTh I
596 .;, II 82 ,,, PaEp (LITh II 360 ,,). - ZbD.: WfB 126 ,
(keine Entspr.); AldhGl 3909, 56310. - - earfulnys.
BwD.: Afe.HmTh II 280 ,,, 3334, u. ö, HmS 2,3:
- ZbD.: W£B 1,, (ymbhigd, WfO), 435 (scir, WfO); De
somn.eventu (Lehd III 210,); AldhGl 906, 4184.
cnapa „puer“, „junger Diener“, daneben enafa
„puer“‘, „parvulus“, ne.knave, hat in solcher Doppelform im
ahd. knabo - knappo (vgl. rabo - rappo, nach Kluge) sein
Gegenstück ; got. *knabba fehlt; Lehnwort wie an. knapi.
Andere Lehnwörter aus dem Ahd. sind brut (Grein, Sprach-
schatz S.75) und Creacas (F. Mezger, Ags. Länder- u. Völker-
namen, 1921, 8.9 u.54). BwD.: RBen 593 :,, 643; Afe.
HmTh 1186 ,,, 11510 ,,, HmS 2%6 9,9, Gen 18, , 21 ,9 u. ö.,
Test 215,, Coll 195, , Temp (Lehd II 276 ,,), Gr (WWV
310,5); Ev 17x (enelıt, Li Ru). - ZbD.: WfB 21x (eniht,
W{O).--- Abltg.: hirdeenapa. BwD.: Afe.HmS 23 sır-a.
--munucenapa. ZbD.: WfB 93,; (ohne Entspr.), 125,
(munuc, W£fO), 154, (eniht, se waes munuc, WfO). -- Deow-
cnapa. BwD.: Afc.-HmTh I 510 ;..
BB —
cumlipe „hospitalis“, aus cuma „Ankömmling“ und
lipa „mitis“. BwD.: Afe.HmTh I 286 „, Gr 11;,. - ZbD.:
Wu 239,; EcgP (LITh U 224 5,5); Ecelnst (LITh II 422 ,) ;
De somn.eventu (Lehd III 192, , ıs u.ö.). --- Abltg.: un-
cumlip. ZbD.: Wu 257.- -- eumlipian. BwD.:
RBenl 11,.-- cumlipnys. BwD.: RBen 109 , , 21; Afe.
HmTh II 286 ‚., a7 u.ö., HmA 147 55. - ZbD.: WEB 76 ,;,
77, (gestlipnys, WfO; für hospes haben Li Ru gest, Ev
cuma); EceInst (LITh II 422).
cweartern ,„carcer‘‘, nach Pogatscher, $ 381, eine
Mischung aus carcer, quartarıum und ags. ern „Haus“. BwD.:
Afec.HmTlı I 392 ,, HmS 29 3,7, Ex 125, Gen 40,, HmA
8 204 > 79 170 u.ö., Gr (WWV 833 19); Ev 16x (carcer, Lı Ru;
ın Ru, steht neben 8 carcer einmal, 25 39, „eweartern‘, wo
Li wıeder ‚carcer‘‘ hat; es handelt sıch offenbar um eın
Schreiberversehen); Chron 1137 E. - ZbD.: W£B 107 0
(carcer, WfO); Wu 288 ,,; VindSalv (HmA 187 ‚sg; , 189 3«) ;
Chron 1086 E; AldhGl 2553, 4633, 4639; HptGl 513 5: - - -
Abltg.: ceweartern-weard. ZbD.: AldhGl 2553; Prud-
G1399 345. -- ewearternlic. ZbD.: PrudGl 400 ....
cwisan „terere‘, vgl. Leo S.287. ZbD.: PsL 101 ,.,
136, (geenyssan, Ve). --- Wichtig sind die Abltg.: for-
cwisan. ZbD.: PsSpl 109, (gescaenan, Ve). -- gecwisan.
BwD.: Afce.HmS 21 35,. -- tocwisan. BwD.: Afc.-HmTh
I 60 ,,, IL 510,3 u.ö., HmS I 8,73, 5 35, Gr 137 50, 1696;
Ev L 20 ‚, (gegrindan, Li Ru), Mt 12,, (wıcan 1] bifian, Li;
wagian, Ru). - ZbD.: WfB 125, (geprastan, WfO), 125 39
(tobrecan, WfO); PsL 28,, 109, (gescenan, Ve); HarlGl
(WWV 2080): -- toewysednys. BwD.: Afe.Hm’Th I
62 6: - ZbD.: WEB 125 ,, (gebra&stednys, WfO).
cyf£f „dolium‘‘, zu lat. cupa; ein altheimisches Wort, vıel-
leicht von lokaler Verbreitung, das erst spät in die Prosa ge-
bracht wırd. BwD.: Afe.HmTh I 58;,, 11 178;,,, HnmS
11,50, Test 16 ,,, Gr (WWV 330 3,), Voe (WWV 123 ,);
Ev Mt 5,, (mitta Il sester, Li Ru). - ZbD.: WfB 97 58, 9833
(bvden, WfO); Liebnm. Ger 17; AldhGl 2 236 .
9 —
efenlscan ‚imitari‘, Verdeutlichung von efnan. BwD.:
Afe.HmA 39;9- --- Abltg.: geefenl»can. BwD.:
RBen 6x, Est. of mon. (Lehd III 440 ,); Afc.-HmTh I
82 15, 128 35 u. ö., HmS 2 501 » 21 371, HmA 35 a6 ; 46 538 U. Ö.;
Ev Mt 6, (gelice wesan, Li Ru). - ZbD.: WfB 20,, (on-
hyrian, WfO); Wu 68,; Seint 53,6, 8411; PsSpl 88,
(gelice beon, Ve); PsL 36, (elnian, Ve); HerbDiose (Iichd
1284 ,,); PrudGl 399 998. --efenlecung. BwD.: RBen
139,; Afe.HmTh II 226 ;,. - ZbD.: AldhGl 5353. -- ge-
efenl®ecung. BwD.: Afc.HmTh II 148, , 228, u.ö. --
efenl®&cend. BwD.: Afc.HmTh I 396 ‚s- - ZbD.: WfB
23, (onhyrgend, WfO); Seint 13 ,1--- efenlzce. BwD.:
Afc.PaEp (LITh U 358 ,). -- efenl®cere. ZbD.: AldhGl
1957. - geefenlxcestre. ZbD.: Scint 71 ,,-
gelangian ‚arcessere, adhibere‘, als „heftig ersehnen“
schon ın W£O, als ‚mit Sehnen erreichen‘ neu. BwD.: RBenI
17; Afe.HmTh I 86 ,,, II 308, u. ö., Gr 30 ;,, 220 ;ı ,
Jos2j3: -ZbD.: WfB 39,, (spanan, WfO), 171,3 (begytan,
WfO),51,, 80,3, 105 ,, (gecigan, WfO; habban, Li; niman,
Ru Ev); Liebm.Eg III 6,; HyS 905.
geongling ‚‚iuvenis‘, heimische Neubildung nach
acbeling usw., vgl. Kluge S8 22-277. BwD.: De cons.mon.
(Anglıa XIII 374 ,5,); Afe.HmTh II 312 ,,, Gen 43, Gr
l 30, Gr (WWV 310 ,,); Ev Mt 14,, (ging esne, Li Ru). -
ZkD.: WfB 3295, 8995 (geong man, WfO); PsL 77e,
118 1, 148 5 (geong, Ve); EcgP (LITh H 180 ,,); AldhGl
3608; CleopGl (WWV 465 3).
getimbrung ‚aedificium‘, Neubildung von timbrian,
um lat. aedificium wiederzugeben. BwD.: RBen 21,5 , 62 1,
1339; Afe.HmTh I 318,,, II 390 ,; u. ö, Voc (WWV
164 ;,,), Gr (WWV 836 3); Ev Mt 24, (getimbru, Li Ru),
Mk 13, (timber, Li Ru), Mk 13, (gehrino | glenge, Li Ru). -
ZbD.: WEB 124 ,, (hus, W£O), 123 5,, 134, (getimbru,
WfO); PsL 101, (husincel, Ve); AldhGl 4106; CleopGl
(WWV 391).
haefen ‚possessio“, Neubildung von habban mit Suffix,
vel. Kluge 88 148-49. BwD.: RBen 3,; Afe.HmTh I580 s.,
zn 30), dee
II 400,.--- Abltg.: hafenleas „pauper“. BwD.: RBen
105,;; Afc.HmTh I 148,,, 176, u.ö., HmS 14,5, 23 g00 >
Gr (WWV 312 ,,). - ZbD.: Wu 48 ,;; PsL 11,, 783g, (wedel,
Ve). -- hafenleast. BwD.: RBen 65,;, Est. of mon.
(Lehd III 442 ,,); Afe.HmTh I 128,5, II 28 35 u. sehr oft,
HmS 3,97. - ZbD.: WEB 56 3; (bearfedness, WfO); Chron
675 E; PsL 43,, (weödelnes, Ve). - Bei Ine (Rubrik 32) steht
in der jüngsten Hs. B (ca. 1128, vgl. Liebm.) als Überschrift,
dia bei den übrigen Hess. fehlt, „land-h&fen‘; wohl eine späte
Hinzufügung.
hwade „angustus, modicus‘‘, von gehwä, muß längst ags.
existiert haben, wird erst spät literaturfähig. BwD.: RBenl
43. --- Abltg.: gehwade. BwD.: RBen 12,, 8913,
131,, RBenI 116 ,.; Afe.HmTh I 84 ,, , II 162, u.ö., Hm$S
186, Gen 19,50, Gr 29,5, Temp (Lehd III 232,); Ev Jn
1333 (lytel, LiRu), Lk 125; (hwon 1 1ytelllas, LiRu).- ZbD.:
WfB 85, (medmicel, WfO), 114,, (ange, WfO); PsL 41,
(Iytel, Ve); HerbDiose (Lehd 1 260, u.ö.); AldhGl 4x.--
ungehwmde. ZbD.: Laxceboc (Lehd II 142 ,,). -- ge-
hwaednes. ZbD.: Scint 150,; PsSpl 101,, (feanes, Ve):
AldhGl 2596; HptGl 403 ‚er; BIGl (BIHm 257 36).
ıiddisc ‚possessio, zu ead, vgl. Kluge $169. BwD.:
Afc.HmTh 1 180 ,,, Gen 45 9, Gr (WWV 331,, 549 10);
Voce (WWV 124 ,,)-- ZbD.: W£B 164, (acht, WfO; ebenso
in Li Ru Ev).--- Abltg.: inıddisc. BwD.: Afec.Voc
(WWV 147 35).
loh „place“, ahd. luog, altheim. Wort. ZbD.: Chron
719 F, 931 F.--- Abltg.: logıan ‚collocare‘‘. Bw]).: Afe.
HmTh II 454 ,,, HmS 25 5; Ev Mk 1,, (gesettan, Li Ru). -
ZbD.: Wu 154 ,,; EdgOan (LITh U 250 ,‚).-- gelogian.
BwD.: Afe.HmTh I 12 ;,;, 168 ,, u. sehr oft, HnıS 699, 355
u.ö., HmA 1099, Gen 2,, 47 ,, u.ö., Deut 32 ,,, Test 8 1s,
ll,; u.ö., Hex 85, 10:8, InterrSig (Anglia VII 30 55).
Gr 192,2, 295,; ByH (Anglia VIII 306 ,); Liebm.Northu
26.- ZbD.: WEB 170,3; (gestapelian, WfO), 171,, (ge-
gaderian, WfO); Wu 8x; PsL 103,5, 112, (gestapalian,
Ve); HyS 243; Seint 158 9; Chron 1023 D, 1052 D, 1090 E,
=. AL. za
1093 E, 995 F; Liebm. II Cn 76; ChTh 348, (Eduard d.B.
garantiert die Freiheit von Bury St. Edmunds); ChE 230,
(Cnuts Manifest); Fly Leaves Lehd (Lehd I 380 ,) ; AldhG]
308, 4324; PrudGl 391 18 , 400 59-.-- gelogung. BwD.:
De cons.mon. (Anglia XIII 407 z99)-
lyffetan ‚„aduları“, heimische Abltg. von lufu, vgl.
Cosijn, Aws.Gr. IL S. 167. Bwd.: RBenI 110 ,,; Afec.HmTh
1492 ,, 494 ,, HmS 31, , HmA 97 ‚94, Gr 26 5: - ZbD.:
WfB 35, (olecan, WfO), 34 3, (leasolecan, WfO).- Abltg.:
lyffetere. BwD.: Afec.HmTh I 494 ,. , I 570 ,; u. ö., Voc
(WWV 168 ,,)-- ZbD.: AldhGl 11,s--- lyffetung.
BwD.: Est. of mon. (Lehd III 442 ;,); Afce.HmTh II 404 ,,
560 ,, u.ö., HmS 7g8, 16,7, BasilAdm 8, Voc (WWV
168 ‚;).- ZbD.: WEB 35 ıs ; 40 ı& (olehtung, WfO) ; Confessio
(Anglia XI 113,,).
mese, auch meose, mease, mıyse, „mensa‘, vgl. Pogat-
scher, 8131; für beod, das ein gemeinags. Wort von höfischer
Prägung war und noch im Me. fortlebte, dringt mese durch,
ein Klosterwort, was aus der häufigen Verwendung abbodes,
hlafordes mese zu ersehen ist. BwD.: RBen 49 ,,, 6235, 933,
RBenl 56,, 77, u.ö.; Afe.HmTh I 330 ,,, II 114,, u. ö,,
Gr 828 3,5; Ev Mk 733 (beod, Li Ru), L 22 ,,, In 2; (dise,
Li Ru), L 22,,, (disc beod, Li Ru).- ZbD.: WIB 62, (beod,
WfO).--- Abltg.: meshr&gl ‚„mapula“. BwD.: RBenl
93 10-
onhrop ‚nimietas, improbitas“‘, ahd. anaruof, zu ge-
meinags. hropan mit frühags. wenig gebräuchlichem Präfix.
BwD.: RBen 81,; Afe.HmThI 248 ,,; EvL1l;, (scendla 1
scending 1 giornes, Li Ru). - ZbD.: WfB 156, (geornes,
WfO); PsL 68 ;, (edwit, Ve).
orpıan ‚(a)spirare‘‘, Neubildung zu gememags. oro).
BwD.: Afe.HmTh I 86,, 456 ‚0 u.ö., Jos 10 ,., Hex 4, Gr
22 4, 48,4 u.ö.; Ev Jn 33 (epian, Li Ru).- ZbD.: W£B
146 .ı , ı3 (epian, WfO); Wu 33 8, 36,; HyS 98 ,,; PrudGl
398 .16, 402,3. --- Abltg.: orbpung. BwD.: Afe.HmTh I
614 ,,, II 474, u.ö., HmS 1,,,, Gen 2,, PaEp (LITh 11
892 ,0), Lemp (Lehd III 272 55), Gr 3 13, Voe (WWV 179 .). -
ZbD.: Wu 36 ,;; PsSpl 17 ıs (onebung, Ve); PrudGl 398 350 ;
402 ,,.-- onorpung. ZbD.: PsL 17,s (onebung, Ve);
Scint 112 >.
pzecan „deludere‘“, vgl. Leo S.210. BwD.: RBen 9 ,;.-
ZbD.: Wu 5535; HptGl 449 ,,.--- Abltg.: peca. BwD.:
Afc.BaslAdm 4.-- apscan. ZbD.: EcgP (LITh U
186 53); EdgCan (LITh II 270 ,,).-- bepxcan. BwD.:
Afe.HmTh I 516 .„, 568; u.ö., HmS 56 , 12 99 u.ö., HmA
6 113, Gen 3,3, Jud 16,, Gr 23,, 47; Ev Mt 2,. (beswican |
belyrtan, Li; awsegan, Ru); ByH (Anglıa VIII 330 ;) ; Chron
1132 E. - ZbD.: WfB 124 ,, (bysmrian, WfO) ; Wu 8x; Chron
1015 E; Scint 109,; AldhGl 9x; HptGl 449 ,,; HarlGl
(WWV 218 a8 , 237 11)--- bep&zcend. BwD.: Afe.-HmTh I
102,, II 496,3, Voe (WWV 168 ‚.), Gr (WWV 335). -
ZbD.: HptGl 481 ,,.-- bepsecung. ZbD.: AldhGl
4%x.-- bepscestre. BwD.: Afc.Gr 28,.
stunt ‚stultus“, wird von dem gemeinags. Vb. styntan
neugebildet. BwD.: Afe.HmTh I 432,,, I 452 ,, u.ö., HmS
817», HmA 7 70 , 63 970 , Deut 32 ,, Coll (WWV 100 ,), Gr
(WWV 316 ,), Voe (WWV 165 ,„); Ev Mt 5, (idel l unwis,
Li; dysig 1 dole, Ru), Mk 7 ,; (keine Entspr.). - ZbD.: WfB
46, (dysig, WfO); Wu 55 5, 753, 286 33, 305 13; AldhGl
56 g97.--- Abltg.: stuntlie. BwD.: Afc.HmTh I 472 55. -
ZbD.: Scint 17,6--- stuntlice. BwD.: Afce.HmTh I
17 1398, II 100 ,,, Gr 279 ,,:- ZbD.: Wu 285 ;,.-- stunt-
nes. BwD.: Afe.HmTh I 208 ,,, II 554;, HmS I 1. ,
17 3,, HmA 6 ,35 , 96 15, , Hex 20.- ZbD.: Wu 52 ,7 , 58 1e;
59 ,„; Scint 19,3.-- stuntscipe. BwD.: Ev Mk 7. (un-
wisdom, Li Ru).- ZbD.: AldhGl 56 ,»,.- stuntsprace.
ZbD.: Scint 97 50--- stuntwyrde. ZbD.: Wu 72 ır-
stiepel „turris“, zu steap, Kluge 88 90/91; das Lehn-
wort turris>torr (vgl. Pogatscher 8152) ersetzt durch ein
heimisches. BwD.: Afe.HmTh I 22 ,,, II 472,,, HmS I
27 39, 36 3975, Gen 11,, BasılAdm 38 o-14 , Voe (WWV 145,,),
Gr (WWV 331,); Ev 4x (torr, Li Ru); Chron 1122 E. -
ZbD.: WEB 170,8, 21, » (torr, WO); Wu 9955, 1005,
105 ,; PsTı 60,, 47,3 (torr, Ve); PsSpl 47 ,;, 121, (torr,
u
Ve); Chron 1036 C, D, 1059 D, 1070 E; AldhGl 3971;
HptGl 499 oo. |
teart ‚acer, asper‘, zu teran; ein sicher altheimisches
Wort, kommt erst ans Licht, sobald man in spätags. Prosa be-
gann, von Geschmacksdingen zu schreiben. BwD.: RBen 52 ;,
54,, 71,8, RBenI 59,; Afc.HmTh 1I 590 ;,, 592 ,, u. ö.,
HmSI 8,56; 11lg2-- ZbD.: WfB 26 ,,, 43, (grimm, W£fO);
PsL 90, (grimm, Ve; rade, Li Ru; ungeryde Ev); HyS
16,; AldhGl 1946, 898, 56 11e---- Abltg.: teartlie.
BwD.: RBen 5,,, 129,0--- teartlice. BwD.: Afe.
HmTh I 330 ;,,, HmS Il 25 ,.,:- ZbD.: Wu 248,5; Scint
210,8; HyS 5 ,;; AldhGl 3011, 4336, 4730; HptGl 477 3,
507 5; u.ö.- teartnes. BwD.: Afc.HmTh 1 330, , 578, ,
HmSI 11,5.- ZbD.: AldhGl 3158, 7 9, ; HptGl 480 ;.. - -
teartnumol. ZbD.: HerbApul (Lehd I 152,).
upflor ‚superiores partes domi‘‘, neue Zusammen-
setzung. BwD.: Afc.HmTh I 314,, II 184,, u.ö., HmS I
10 55 , 64 5, u.ö., HmA 108 304 , Jos 36, Jud 16 ,,, Gr (WWV
3316, 949 15). - ZbD.: WEB 170,6, 0 (ufera del, WfO);
Chron 978, 1083 E.--- upflering. BwD.: Afc.HmTh I
296 ,, II 164, u.ö.
weoce „wick of a candle‘‘, ahd. wıoh, mndl. wieke; weoce
ersetzt tapor, ein kelt. Lehnwort, ir. tapar, vgl. Skeat, Etym.
Dict. BwD.: Afe.Voc (WWV 126 39). - ZbD.: WfB 44 ,, (ta-
por, WfO); Sax.Plant Names (Lehd III 348 col. I); AldhGl
2759; HptGl 470,2; CleopGl (WWV 439 36, 498 2), HarlGl
(WWV 204 ,,); PrudGl 391 ,,.--- Abltg.: candelweoe
„funalia“. BwD.: Afc.Voe (WWV 154 ,,)-- ZbD.: CleopGl
(WWV 404 35).-- elapweoc „linteolo ebrio“. ZbD.: Prud
Gl 39X1 js-
wılige ‚sporta”, zu ne willow „Weide“, vgl. Murray,
NED. BwD.: Afe.HmTh I 182 ,;, 388, u.ö., Gr 55 ‚;, Voe
(WWV 123,7, 179,6); Ev Mt 8, (cawllmond, Li; cawl, Ru),
830 (eeol, Li Ru), 1537, (ceol, Li; sperta, Ru), 16,0 {mond, .
Li; sperta, Ru).- ZbD.: WfB 110, (sperta, WfO); PsSpl
80, (binn, Ve); BIGl (BIHm 263 ,); AldhGl 5x: HptGl
Scherer, Ags. Wortgeographie. 3
3 .—
46857, 497 ,,1---- Abltg.: wiıligwise ZbD.: BIHm
125 5, --- meox-wilige. ZbD.: PsL 80, (binn, Ve).
witigend „propheticus“, zu gemeinags. witeg. BwD.:
Guthl 130,6; 139 ı61--- wiıtigendlie. BwD.: Afe.
HmTh I 352 33 , 540 5,, HmS I 18 38 ‚, 311010. - ZbD.: Aldh
G16x; HptGl 416 ,;, , 492 33.-- forewitiendlice. ZbD.:
AldhGl 1502.-- f{orewitig. BwD.: Est. of mon. (Lehd III
436 ‚2), De cons. mon. (Anglıa XIII 370 ,,); Afe.HmTh I
404 35, HmS 3,6; , Gr 44 19. - ZbD.: AldhGl 5xX.-- fore-
witigıan. BwD.: Afe.HmTh I 50 ,;.- ZbD.: HyS 104, ;
Chron 47 E; AldhGl 1541.
woffian „blasphemare‘, Herkunft dunkel. BwD.: Afe.
HmS 12139 .- ZbD.: Seint 95; AldhGl 3776, 4303; HptGl
461,9, 50676. --- Abltg.: awoffian. BwD.: Afc.HmS
lu; ByH (Anglia VIII 331 ,,).- ZbD.: AldhGl 2350, 4668;
HptGl 461 ;6:.-- woffung ‚‚insania, blasphemia‘. BwD.:
Ev L5 ,, (ebolsong, Li; Ru: -), 24 ,, (fromdo word, Li Ru).-
ZbD.: WEB 65 ‚; (unstilnys, WfO).
Der große Aufschwung der Literatur in der spätags. Zeit,
das Nenaufkommen einer medizinischen und naturwissen-
schaftlichen Literatur und der theologischen Dialektik brachte
es mit sich, daß eine ganze Reihe altheimischer Wörter jetzt
erst Jiteraturfälig wurde, da jetzt erst eine Möglichkeit für
ihre Verwendung bestand: ablycgan, cyf, hwwde, loh, messe,
paccan, teart. |
Von in Gebrauch befindlichen Wörtern werden Neu-
bildungen abgeleitet: cumlipe, cewisan, geongling, haeffen,
iddise, lyffetan, orbian, upflor, witigend; das Lateinische gibt
teilweise das Muster: aedifieium: getimbrung; alte Formen
werden durch frühags. wenig gebräuchliche Präfixe verdeut-
licht: behreowsian, besargian, onhrop, oder durch ein Suffix:
angsum, oder auch durch eine Zusammensetzung: carful,
efenl:ecan ; durch Bedeutungsänderungen alter Formen werden
‚neue Begriffe in die Sprache gebracht: acumendlic, gelangian ;
künstlich wird von styntan stunt als Grundwort abgeleitet.
Bei dieser anscheinend systematischen Reform der heimi-
u, HA
schen Sprache besann man sich auch auf manches heimische
Wort, dasein außergerm. Lehnwort ersetzen konnte: torr wird
ersetzt durch stiepel, carcer durch cweartern, sperta durch
wilige, das kelt. tapor durch weoce. Das germ. cnapa dagegen
wird aus dem Ahd. neu übernommen.
V. Kapitel.
Gemeinags. Wörter im Aussterben.
Eine Menge ags. Wörter verschwand im Mittelengl. und
noch mehr im Neuengl. Darüber handeln die Kieler Diss. von
Hemke, Oberdörfer, Offe und Teichert. Aber bereits ını Ags.
finden wir manche Wörter, die ın der alten Zeit gang und
gäb: waren und die man in den letzten Jahrhunderten nicht
mehr oder fast nicht mehr verwendete.
»fweard ‚„absens“‘. BwD.: Bd 264, (in Hs. O, Ende des
10.Jh.; Hs. B, Mitte des 11. Jh., hat „aefterweard“, der
Schreiber verstand ‚.„efweard‘“ nıcht mehr); Guthl 154,,
165 97; Afd.Past 453,.--- Abltg. efweardnvs. BwD.:
Afd.Bt 28.,.- ZbD.: WfO 29, (framsıde, WfB), 35 3%,
127 ;, (auch noch ın WB).
&spring „fons“. BwD.: Az 134; Ph 104; Sch 77; Ve
67 97; Bd 518,; Afd.Past 48 ,, 307 ,.- ZbD.: WfO 34 1,
94 ,,„, 129, (welle, WfB; dass. Wort auch ın Li Ru Ev, \Ik
559); Wu 217 ,; BIHm 29 „, (III); Met 5 ;>-
zpeleund ‚„nobilis“, «bel selbst stirbt um 1450 aus
(Oberdörfer S.40). BuD.: Hö 1.- ZbD.: WfO 22, (wbel-
boren, WfB; ebenso Ev L 19,5, wo ın Lı Ru welboren
steht). --- Abltg.: epeleundnes. BwD.: Afd.Bt 68,,.
broga „terror“. BwD.: Beo 583, 1291, 2324, 2565; Gu
55, 111; Cyn.Criı 793, Jul 196, 376; Dom 23, 71: Gen 1037,
1395, 2552; Rä 4 ;,; Jud 4: Ve 87 ,,.; Afd.Bt 104 ,;, Sol
29,7, Past 17,; Afe.Lev 26,.- ZbD.: WfO 28, (hream,
WfB), 163, (ege, WfB); Wu 9x: Chron 991 A, E; PsSpl
87 ‚7 (dass. Wort schon in Ve; Ev L 21, egsa. Li Ru fyrht-
nisso); Ps 87 6; 103 3; Sal 125, 131.
3#
BE.
feondgyld ‚idolum‘“. BwD.: Li Mt 4, (tintreg, Ru
Ev). - ZbD.: Ps 105 ,,; W£fO 123,, (deofolgyld, WfB),
1215, , 189, , 232 15, 234 ,ı (ohne Entspr.).
forslean ‚occeidere“‘. BwD.: Gen 2022; Liebm.Abt
50; Mart (Shrn 134, , 145); Afd.Bt 34 36 , 37 8, Ors 33 3,
60 ;; u. sehr oft, Liebm. 50; Ine Rubr. 74; Chron 882 A;
Afc.HmA 111za9- - ZbD.: WfO 57, (forberscan, WfB);
Cp 1637 (Ep 744), 1662 (Ep 814); CleopGl (WWV 355 3, ,
396 35, 469 3,)-
gnorn „maeror‘. BwD.: Beo 2658; Cyn.Cri 1576, El
422, 1139; Gen 2420. - ZbD.: Reim 49; DomL 86. ---
Abltg.: gnorn, Adj. BwD.: Runenk. (Txts S. 127 ,); Exod
454. - ZbD.: Ps 1039- -- gnornian. BwD.: Be 1117;
Gu 5x; Cyn.Crı 971, El 1260; Gen 770, 841; GnEx 26;
Seef 92; By 315; Chad (Anglia X 14796); Ru, 0 11
(hwaestrian, Li; murcenian, Ev); Ve 58,6, 105 5,; Bd 156 ‚,;
Afd.Bt 24 ‚3, 138 16 10, Past 225 ,.; Afec.Gr 36,; Ev Mk
10, (seofian, Li Ru). - ZbD.: BiHm 1133, (X); PsSpl
58 ‚6 , 105 3; (dass. in Ve); Ps4x.--begnornian. BwD.:
Beo 3179; Gen 243. -- gnornung. BwD.: Gu 516; Li
Ru, L 1, (wroht, Ev); Bd 386 ,,; Afd.Bt 5x, Ors 45 ,,,
122 ,1; Afc.Gr 36 ,,. - ZbD.: WfO 148, (sarınys, WfB);
Wu 140,; BIHm 87,, 9130 (VII); Seint 20,5 Edg 39;
Metr 3 ,0; Sat 334; KentGl (WWV 703).
hyrıan „imitarı“. BwD.: Afd.Bt 108,,, 146,. ---
Abltg.: hyring. BwD.: RBen 69 ,,, 124 ,3--- zfter-
hyrian. BwD.: Bd 273,8. - ZbD.: WfO 182,, (keine
Entspr.).--ofhyrıan. ZbD.: WfO 120 ,, (ohne Entspr.).
-- onhyrıan. BwD.: Rä 9,,, 254; Bd 20, u. sehr oft;
Afd.Bt 139 ,,, 146 , , ı7 , Past 231, , 397 , u.ö. - ZbD.: WfO
20 ,, (geefenlacan, WfB); Wu 253,0; BIHm 21,, zwei mal
(II); Ps 36,, 7 u.ö.; EcgP (LITh II 2285); KentGl
(WWV 79;,). -- onhyriend. ZbD.: WfO 23, (efenlacend,
W#fB); AldhGl 364; HptGl 415 ,; CleopGl (WWV 395 a6
50833). -- onhyring. BwD.: Afd.Past 397,; RBen
131,3; Afe..HmS 23b;,.--onhyrenes. BwD.: Bd 75,,
524,7; Afd.Past 103 ,,- - ZbD.: WfO 50, (ohne Entspr.).
en AT nn
lifen „alimentum‘. BwD.: An 1125. - ZbD.: Cp 2119
(Ep 1057). --- Abltg.: anleofa. BwD.: Leas 20; Sat
522; Bd 55 1,1; 0; Afe.PaEp (LITh UI 372 53,). - ZbD.:
BiHm 169 ;s (XIV), 2135, (XVIID. --andlifen. BwD.:
Gen 933; Ph 243; Bd 62,, 41,5 u.ö.; Guthl 119, , 126 55;
142 30, 15090; Afd.Bt 30,, Past 315 395, Ors 180,9; Afe.
HmS 1134, Gr (WWV 108,); Ev Mk 12, (gebrengnisse,
Li Ru), L 3,, (nest, Li Ru), 21, (lifodsen, Li Ru). - ZbD.:
WiO 145, (meteleast, WfB), 201, (ohne Entspr.); Wu
259 9; Ecelnst (LITh II 404,, 420 ,); HptGl 429 ,.; Cleop
Gl (WWV 393 15, 492 38); KentGl 86 5:
. nepan ‚praesumere“. BwD.: Beo 510, 538; Cyn.Jul
302; Rä 26,, 54,3; Gen 2060; Run 21; Jud 277. - ZbD.:
W£O 18 ‚0 » 35 , (gedyrstlacan, WfB). --- Abltg.: genepan.
BwD.: Beo 7x; Oyn.Ap 17,50; An 952, 1353; Exod 570;
Seel 119; Afd.Ors 33 30 , 77 g0 u.ö.; Liebm.JudDei VIIIl,.-
ZbD.: WfO 73,,135, (gedyrstlecan, WfB); Metr 13,9. --
neping. BwD.: Gu 99; Afd.Ors 136 ,.
seofian „queri‘. BwD.: Gu 201; Cyn.Jul 537, Seef
10; LiRu Mk 8,, (geomrian, reowsian, Ev), 10 ,, (gnornian,
Ev); Bd 231,,; Afd.Past 48,, Bt 11x, Sol 47 ,., 48;;
RBeu 14,3. - ZbD.: WfO 35 ‚; (ohne Entspr.); Wu 133 .,;
Metr 2,, 2635; Sal 267; Op 645 (Ep 332); HarlGl (WWV
202 91» 19 216 90 , 217 3). --- Abltg.: seofung. BwD.: Bt
59 95, 67 99, 143 ,, 193. - ZbD.: Metr 16...
pscele ‚lucerna“‘, vgl. S.17. BwD.: Li 12x, Ru;
6x, Ru, 25, (leohtfat, Ev); Rı 105 ‚0, 106,, 167,,,.; Bd
476 15. - ZbD.: WEO 117 35 (bleese, WfB); EpAl (Nar 14 ,;,
23 36); Dal 418; OleopGl (WWV 266 3; , 490 ;,)-
VI. Kapitel.
Ergebnisse.
Eine Reihe von Wörtern in WfO hat sich als rein anglısch
erwiesen: acteownys, bebycgan, bisene, ebian, fracod, geornes,
gistlibnys, gneap, halettan, hatian, herenes, hleopor, holunga,
huhugu, lixan, medmicel, nenne, nydniman, semninga, stillan,
ERS |: TaBABOR
breodian, pzecele, unlifigend, winnan, witedom und witege.
Rein sächs. Wörter finden sich in WfO gar nicht. Weerferth
ist daher als Angle zu betrachten, und die alten Berichte haben
wir so zu deuten, daß sie dieser Haupttatsache nicht wider-
sprechen.
Beinerkenswert sınd verschiedene Wörter, die bei Warf.
zum ersten Mal begegnen; einige sind überhaupt nur bei ihm
zu finden: geredelic, laeceiren, samodgang, underngeweore;; die
meisten tauchen später auch anderswo auf, und zwar in fol-
gender Weise:
boldgetal ,„domus, vieus, provincia“. BwD.: Afd.
Liebm. 37. - ZbD.: WfO 45 35 (scır, WfB), 185 93 , 229 4, ı0
(ohne Entspr.).-- Me. nicht mehr belegt.
eallice „‚‚universus, catholieus“‘, vgl. Kluge S 237.
BwD.: Bd 435 ,;:. - ZbD.: WfO 162 ,, (geleafful, WfB).
bileofa ‚subsidia, sumtus, stipendium“. BwD.: RBen
61 ,,, 643, 12; Afe.HmS 7 96 , 25 765 u. ö., HmA 52,5 , 68 73
u.ö., Gen 65,, Gr 82,5, Voce (WWV 114;,); Guthl 118 5 ,
126 5;,. - ZbD.: W£O 685, 69,, (andlyfen, WfB), 685,
(help, W£B); Wu 215 go , 285 a6 » 293 19 , a3; LaeceBoc (Liehd
II 210,3); AldhGl 992, 1571, 2193, 4833. -- bileofen.
BwD.: RBen 55 .,, 59,5; Afe.HmS 30 ,,, HmA 85 ja - -
ZbD.: LaceBoc (Lehd II 134 5,); Oleopal (WWV 492 3,).
--- Abltg.: beleofian. BwD.: Guthl 1195, 126 5. --
Me.: AR 168; Langl 2,8, 621; RGl 827, 10197.
ın ellhygd ‚„extasim‘. ZbD.: W£O 108, (on wafunge,
W£B); LaceBoe (Lehd II 258 3): -- Me.: -.
geredelic ‚„plenus‘, zu rede, „just, right“ (?); dae
Wort stelit nicht ın BT, Leo, Sweet, Hall; me. ebenfalls
nicht belegt; ags. nur in WfO 102 ‚„’ (fullic, WIB).
godıan „jJustificare“. BwD.: Reim 32; Afd.Past
23119; Est. of mon. (Lehd III 438,0, 442 ,,); Afe.-HmTh
I 124 ;,, 11468 ,,, HmS5 ‚u; Chron 1137 E. -- ZbD.: WfO
40 ,, (rhtwiısian, WEB); Wu 14 ,,, 4929, 157 6, 243 01;
Chron 959 E, 963 E, 1052 E; Liebm.Ger 13, V Atr 83,, U
Cn 11,; EdgCan (LITh II 282,, .); HerbApul (Lehd I
u 390
80,); AldhGl 1932; HptGl 51347. --- Abltg.: gego-
dian. BwD.: RBen 108,,, De cons. mon. (Anglia XIII
375 1482); Afc.HmTh I 452,53, H 468 ,„, HmS 6,1, 27 134
u.ö. - ZbD.:. Wu 34 ,,, 257 ,,; Ps 136,; Chron 1086 E;
HerbApul (Lehd I 72 ,,); Scint 178,; AldhG1 7x. -- Me.:
goden Orm 6x; gegoden AR 386, 428.
lece-ıren ‚medicinale ferramentum‘“. ZbD.: WfO
32 9; (blodseax, WfB). -- Me.: -.
liflad ;,conversatio‘. BwD.: RBen 9,,; Afc.HmS
33398. - ZbD.: W£O 106, (drohtnung, W£B). --- Ablte.:
rihtliflad. ZbD.: WfO 336, (keine Entspr.). - Me.:
AR 350, 352, 362; Fer 2495; Gow 5 yoeı » O 798; Hom I 85
(de natale Domini), II 17 (Credo), 143, 153 (de St. Maria
Magdalena), 31 (Pater Noster); HM 5, 9, 13, 25; Langl
6X; Maund 293; StMarh 20; RGl 6371, 6862, 8331.
munuclif ‚conversatio‘. BwD.: Bd 220,0, 508, u.
ö.; Afd.Ors 6;,; RBen 111,, 134,0; Afe.HmTh I 118;,,
506 „,, HmS 6 8, Gr1,s; Guthl 111 ,,.- ZbD.: W£O 9 30,
104, (drohtnung, WfB); BlHm 213,, (XVIII); Chron 975
E; HptGl 41235. -- Me.: Laz III 191, 296; Orm I 217,
218, 219.
paell, vgl. Pogatscher $191. I. „purple“. BwD.: Bd
8 51; Afc.Coll 22,.- ZbD.: Chron 1075 D. -- I. ‚„‚pallium‘“.
BwD.: Afc.HmTh I 508 ,,,;, HmS I16,.;,, HmA 9 ,,, @l
257 34. - ZbD.: W£O 176, (ohne Entspr.),; BlGl (BIHm
260 50); StAndr 46 ,;; Chron 1075 D, 1086 E. --- Abltg.:
px&llen. BvD.: Afc.HmTh 1 64 ‚; , 458 3, u.ö. -ZbD.: WfB
131 3 (godwebben, WfO); HR 103,8; StAndr 42 ,3. -- Me.
lebt nur pall „pallium“ fort: Kath 1461; Laz 16x; Orm
1283; pöellen: Alex 1517; Laz II 576.
pilece „melotis“‘, Pogatscher 8 73. BwD.: Afc.Gr
(WWV 328 ,,), InterrSig (Boutr.Serd 20 38). - ZbD.: W£O
116,3; (ceppa, WfB); Chron 1075 D. -- Me.: -.
samodgang „ascensus“. ZbD.: WfO 170 ;; (staeger,
W£B). -- Me.:-.
== A, 2
smeapancol „subtiliter‘. ZbD.: HptGl 410... -
Abltg.: smeapancle. ZbD.: W£fO 344 ,, (-). - smea-
banclie. ZbD.: PrudGl 38955. -- smeapanclice.
BwD.: ByH (Anglia VIII 309 55). - ZbD.: WfO 175, (-). --
smeapancollic. BwD.: Afc.HmTh I 4123, II 172 e;
HmS I 3;, soo. - ZbD.: WfO+B 172,,, WEB 148 ,,
(smealic, WfO); HptGl 431,9. -- smeapancolnes. BwD.:
Afc.HmTh I 80 ;,. - ZbD.: W£O 336 4 (-). - - Me.: -.
undern-geweore „prandium“. .ZbD.: WfO 66 >
(gereord, WfB), 186; (-). -- Me.: -.
wıperian „obviare. BwD.: Afc.HmTh I 552,
II 66 ;, u. sehr oft, HmA 4,,, Deut 32 ,,, Gr 145 ıs , 2199;
Liebm.Northu 45. - ZbD.: Scint 33 90 , 611, u. ö.; PsL 3;,
34 ‚a (widerbrocian, Ve); HptGl 426 ,,. --- Abltg.: wip-
wiberian. ZbD.: WfO 117 ,, (wipstandan, WfB). - Me.:
AR 238; Hom II 123 (Sermo); Orm 5x; StMarh 14.
wol „pestis““. BwD.: Bd 37 ,,, 38,7 u. sehr oft; Afd.
Bt 13,, 67, Ors 70,2, 158 ,, u.ö., Past 435 ,,; De cons.
mon. (Anglia XIII 33,16); Afe.HmS I 17 73. - ZbD.: WfO
118,0 (ewalu, WfB); MeddQuadr (Lehd I 330,, ı u.ö.);
CleopGl (WWV 437 ,,)- --- Abltg.: wolberend. BwD.:
Bd 37,0; Afd.Past 435 9, 3: u.ö.; Guthl 121,.g. - ZbD.:
W{O 104,, (deadberend, WfB); Ps 1,, 10,; EpAl (Nar
153: , 1417 u.ö.); MeddQuadr (Lehd I 326 ,,). -- wol-
berendlic. ZbD.: Chron 1086 E. -- wolbzsrnes.
BwD.: Afd.Ors 62 ,,. -- Me.: -.
wyrtgeard „hortu“. ZbD.: WfO 25,, (wyrttun,
WfB), 180 3; (-); PsSpl 143 16. -- Me.: Wyel 3 Kings 215.
Man darf dabei nicht vergessen, wie wenig Prosa über-
haupt in früher Zeit bei den Sachsen vorhanden war und wie
wenig zusammenhängende Prosa bei den Angeln. Was über
den Kreis der Evangelien, Psalmen, der einfachsten Legende,
der Rechtsbücher, Annalen und Schülerglossare, sowie über
die Poesie hinausging, blieb bis herab zum Ende des 9. Jh.
literarisch unwichtig. — Sehen wir genauer zu, warum wohl
die obigen Wörter vor Wierferth nicht vorkamen, so ergibt.
— 4 —
sich bei einigen, daß sie gelehrter Art waren: eallice, lace-
iren, paell, smeapancol, wol; bei anderen, daß sie speziell dem
theologischen Schulgebrauch angehörten: godian, liflad, mu-
nuclif; und wieder bei anderen, daß sie sich auf Dinge des
gewöhnlichen Lebens bezogen, für die selbst in der Bibel und
den alten Gesetzen keine Verwendungsgelegenheit war: bi-
leofa, boldgetzel, wiberian, wyrtgeard. Bei den übrigen, ın
ellhygd, geredelic, pilece, samodgang, underngeweorc, mag
Zufall im Spiel sein.
In W£B finden wir ebenso klare, nur andere Verhältnisse.
Wo der Bearbeiter von dem Sprachschatz des Originals ab-
weicht, gebraucht er rein sächs. Ausdrücke: apelboren, axung,
ceast, clud, dyrstlacan, gefredan, gehealdsum, greada, hreows-
"ung, leorningceniht, nealice, rihtleecan, tendan, truma, tucian,
peslie, unmyndlinga, upahafenys, witegung, weorod. Oft
sind es sogar Wörter von nur spätem Vorkommen: ablycgan,
acumendlic, angsum, carful, cnapa, cumlipe, cweartern, cwısan,
cyf, behreowsian, besargian, efenlacan, gelangian, geongling,
getimbrung, haefen, hwaede, iddise, lyffetan, loh, mese, onhrop,
orbian, pscan, stunt, stiepel, teart, upflor, weoce, wilige,
witigend, woffian. Wir werden ihn daher dem Süden des
Landes zuweisen, und nicht lange Zeit vor der Hs., also um
1000.
Demnächst zieht Wulfstan als ein mit Namen und
Stand uns bekannter Autor von persönlicher Prägung unsere
Aufmerksamkeit auf sich. Er hat eine Reihe entschieden angl.
Dialektwörter, jedes einmal, belegt: fracod, geornes, herenes,
hleoprian, semninga, preodian, winnan. Alle diese Wörter sind
sehr reichlich als angl. bezeugt, zeigen aber auch, mit Aus-
nahme von fracoö und preodian, je eine sächs. oder spätws.
Ausnahmsverwendung. — Auf der anderen Seite verwendet
Wu auch ein paar Wörter von spezifisch sächs. Art: hreowsung,
rihtlaeccan und witegung. Alle drei sind sehr oft und nur sächs.
belegt und mit ziemlicher Sicherheit zu beurteilen. Endlich
ist ihm eine größere Anzahl Wörter später Art eigen, bei
denen sich sächs. und allgemein ags. Charakter nicht gut
sondern lassen. Es sind meistens Wörter recht allgemeiner
— 2 —
Art, die mit bemerkenswerter Häufigkeit vorkommen: ang-
sum, behreowsian, carful, cumlipe, cweatern, efenlaccan, hafen-
leas, logian, orpian, psecan, stunt, stiepel, teart. Daraus ergibt
sich, daß Wu ein Mann von gemischtem Sprachgebrauch war;
ob er von Hause aus als Sachse oder Angle zu gelten hat oder
als Mann einer Grenzgegend, ist unsicher; in jedem dieser
Fälle kann er später durch längeren Aufenthalt und theolo-
gische Arbeit sich noch einen zweiten Wortschatz angeeignet
haben. Sicher ıst nur, daß er nicht als reiner Sachse und
ebenso wenig als reiner Angle anzusprechen ist. Sein Fall ist
in dieser späteren Zeit wohl ein typischer.
Ähnlich gemischtes Sprachgut wie bei Wu finden wir bei
dem Confessionale und Poenitentiale und in den Metren des
Boethius..- Das Confessionale und Poenitentiale
wurde in lateinischer Sprache verfaßt von Ecgberht, 735-766
Erzbischof von York. Später wurde es ins Ags. übersetzt (Hs.
C.C.C. 190, 11. Jh.); naheliegend ist anzunehmen, daß diese
Übersetzung auch in York gemacht wurde. Die vorkommenden
angl. Dialektwörter holunga und medmicel stützen diese An-
nahme. Neben diesen angl. Wörtern steht aber auch sächs.
ceast und spätes — nur sächs. belegtes — cumlipe und ge-
ongling. Sollte in York nicht bloß sächs. Wortform (Priester-
gesetz), sondern auch sächs. Wortvorrat eingedrungen sein?
Die Metra des Boethius haben auf der einen Seite ang].
hleoprian, lixan, winnan, auf der andern sächs. axung, tucian,
unmyndlinga; sie zeigen aber keine späten Wörter. Sie sind
als ein Mischprodukt anzusehen, in Erinnerung daran, daß
auch nach Alfred noch ein Teil des angl. Gebietes unter sächs.
Herrschaft dänenfrei geblieben ist und daß gewiß viele An-
geln in sächs. Klöstern Zuflucht gefunden hatten.
Über die Bliekling Homilien zu urteilen ist ziem-
lich schwierig, weil man sie durchaus nicht mit Sicherheit
alle einem einzigen Autor zuschreiben kann. Hier lehrt uns
nun der Wortschatz mit bemerkenswerter Einmütigkeit, daß
es sich um angl. Produkte handelt:
Hom. I. halettan, lıxan, medmuicel
II. nemne 3X , medmicel
in Agıer
Ill. medmicel
V. bebycgan, geornes, medmicel, gewin
VI. medmicel, wıtedom
VI. geornes
VIII. winnan, gewin
X. medmicel
XI. medmicel, wilige-spät
XIII. halettan 3X, semninga 6x, winnan
XIV. nemne
XV. medmicel, gewin
XVII. huhugu 2x, nealice-sächs.
XVIII. nemne, semninga, gewin
XIX. medmicel, gewin
Das sächs. nealice, das in der XVII. Hom. einmal begegnet,
ist ein nicht sehr gut belegtes Wort; seinem Vorkommen ist
kein großes Gewicht beizumessen. — Auffällig ist aber das
Fehlen gemeinags. Wörter später Art; eine einzige Ausnahme,
ın der XI. Hom., ist festzustellen, und diese betrifft ein Wort
von nicht sehr häufiger Verwendung in der Literatur: wilige.
Es ist in späten Werken gut belegt und scheint sächs. zu sein;
die Angeln gebrauchen dafür binn, cawl, ceol, mond, sperta.
Es ist bedenklich, wegen eines so für sich stehenden und an-
greifbaren Wortes den BIHm eine andere Herkunft zuzu-
schreiben als angl. Und nicht einmal einer spätangl. Klasse
können sie angehören; man wird sich entschließen müssen,
sie vor 868 anzusetzen, wenn auch die erhaltenen Sprach-
formen viel jünger sind.
Rein angl. Wortbestand weisen weiterhin die Epistola
Alexandrı, das LacceBoc und Salomon und Saturn auf.
In der EpistolaAlexandri finden wir ebian, halet-
tan, hleoprian, lixan, semninga, paecele.. — Daß das Denkmal
angl. ist, bedeutet ein großes Rätsel. Die Hs. (Vit.A.XV)
wird von Sitham und Förster um das Jahr 1000 angesetzt;
zwischen der Wiederbelebung der angl. Klöster durch Aöpel-
wold-Edgar und der Hs. bleibt dann nur ganz knappe Zeit,
Soll man das Denkmal vor 868 ansetzen? Dann fällt es aus der
meist geistlichen Prosa der frühags. Zeit heraus; das völlige
Zr AN ze
Fehlen später Wörter scheint diese Datierung zu unterstützen.
Vielleicht wurde aber in irgendeinem Winkel Angliens auch
nach 868 noch die literarische Betätigung aufrecht erhalten,
oder ein Angle in einem sächs. Kloster hat diese Übersetzung
im Laufe des 10. Jh. gemacht.
Das L&ceBoc enthält angl. geornes, ebian, hatıan, hu-
hugu, medmicel, nemne, semninga. Aus dem Bestande fällt
heraus das späte — nur sächs. belegte — hwiede. Seiner Ab-
leitung nach müßte es längst im Ags. existiert haben (vgl.
0.8.30); sein Vorkommen besagt nicht allzuviel. — Die Hs.
des LaeceBoc (Reg. 12 D XVII) stammt aus der zweiten Hälfte
des 10.Jh.; ein Parallelfall zur Epistola Alexandri.
In Salomon und Saturn — Hs. C.C.C. 422, Ende
des 10.Jh. — begegnen epian, hleoprian, pacele, winnan.
Späte Wörter fehlen gänzlich. Metrische Gründe (vgl. Brandl,
S. 1092) und der Hinweis auf den bevorstehenden Weltunter-
gang sprechen aber für eine Entstehung kurz vor 1000; das
Fehlen später Wörter ist wohl Zufall.
Den Pariser Psalter — Hs. Fonds lat. 8824 — hat
Heinzel in bezug auf die Wortwahl mit seinem Wortmaterial
aus dem altangl. Psalter untersucht (SS. 117/118). Er kommt
zu dem Ergebnis, daß der Versteil angl.-poetisch-altertüm-
lichen Wortbestand hat, der Prosateil rein sächs. ist. Meine
Ergebnisse aus den Waerf.-Wörtern bestätigen seine Beobach-
tung: im Versteil begegnen keine sächs. und keine späten,
sondern nur angl. Wörter: bebycgan, epian, fracod, herenes,
hleoprian, lixan, nemne, semninga, winnan; im Prosateil die
sächs. truma (Ps 26,) und tucıan (44 ,,).
In den Annalen finde ich an Dialektwörtern nur Aus-
drücke, die nach meinem Untersuchungsmaterial zur süchs.
Art gehören: spelboren, tendan, truma, tucian, witegung;
und zwar erscheinen sie in Plummers Register ausnahmslos
als der Fassung E angehörig ; das ist umso bemerkenswerter, als
E dis Peterboroughfassung ist und die Eintragungen von 1122
bis 1154 im ostangl. Peterborough gemacht wurden. Die Ein-
tragungen, in denen die sächs. Wörter vorkommen, erstrecken
4 —
sich zeitlich auf die Jahre 605 bis 1083. Inhaltlich sind nur
zwei Eintragungen mit solchen Wörtern so gehalten, daß sie
angl. Dinge berühren, nämlich die zu den Jahren 605 (wite-
gung; Aöpelferth, König der Nordh., schlägt die Briten bei
Chester) und 654 (aebelboren; Gründung von Peterborough).
Daraus ist — wenn auch mit Vorsicht — zu schließen, daß
die Redaktion der Annalen, gleichgültig ob sie sächs. oder
angl. Herkunft waren, bis um 1100 in den Händen von
Sachsen lag. Die beiden in Frage stehenden Wörter sind durch
zahlreiche Fälle als rein sächs. bezeugt, was obiger Behauptung
zur Stützung gereichen mag.
Eine ganze Reihe von Denkmälern ist ferner als rein
spätws. zu erweisen.
Defensors Liber Scintillarum, eine Sammlung von
Aussprüchen der Kirchenväter, wurde ins Ags. interlinear
übersetzt — Hs.Royal Ms.7C, Anfang des 11.Jh. Diese
dürftige Version hat sächs. axung, c&ast, gerihtlaecan, healdsum,
tendan, paslic, weorod und spätes angsum, besargian, carful,
efenlaeecan, behreowsian, hwiede, logian, orpian, pacan, stunt,
teart und woffian.
Die Surtees-Hymnen, die Stevenson aus der Hs.
B III 32 der Durhamer Cathedralbibliothek, 11. Jh., in der
Surtees-Society 6GBd. XXIII) herausgegeben hat, weisen eben-
falls nur sächs. (sepelboren, ceast, paeslic, weorod) und späte
Wörter (besargian, gelangian, logian, orpian, teart, witi-
gend) auf.
Die Legende von der Auffindung desheiligen
Kreuzes — Hs. Bodl. Auct F IV 32 — enthält sächs.
axung, witegung und spätes carful.
Die Ecclesiastical Institutes, eine Sammlung
von Pristervorschriften — Hs. C.C.C.201, ca. 1060 —, sind
durch die sehr gut belegten sächs. peslie und upahafenys
und das späte cumlipe als spätws. bezeugt.
Das Herbarıum des Apuleius — Hs. Vit. C. III,
ca. 1050 — ıst wegen des sächs. nealice und weorod, wegen des
Fehlens jeglicher angl. Dialektwörter und wegen des späten
u A,
teart als spätws. Denkmal anzusehen. — Das Herbarıum
des Dioscorides, aus ders. Hs., hat neben sächs. weorod
angl. hatian; hatian begegnet zweimal bei Afe., beweist also
hier auch nicht sonderlich vıel. Da das inhaltlich ähnliche,
ın ders. Hs. stehende Herb. des Apuleius sächs. ist, dürfen wir
wohl vom Herb. des Dioscorides dasselbe behaupten.
Ohne angl. und sächs. Dialektwörter ist die Übersetzung
von Bedas „De somnıiorum eventu überliefert. Die
späten angsum, carful und cumlipe sind zwar alle drei nur
sächs. belegt, bieten aber keine Gewißheit, daß das Denkmal
diesem Dialekt zugesprochen werden muß.
Der theologische Wortschatz der ‚Dialoge‘ liefert für die
Gesetze natürlich nur wenig Material. Cnuts Gesetze haben
einmal angl. nydniman und einmal spätes logian; bei Edgar
sind belegt je einmal die sächs. unmyndlinga und hreowsung,
und je einmal die späten gelangian, logian und paccan; im
Gerefa einmal das späte cyf. Aus alledem läßt sich nichts über
die lokale Herkunft der Denkmäler sagen.
Ebensowenig über andere Denkmäler, die auch nur ein
einziges Scheidewort aufweisen: das Evangelium Niceodemi
(Hs. Vit. A. XV) das sächs. gedyrstlacan; der Pseudo-
Matthäus (Bodl. Jun.22) das angl. preodiag; die Biographie
der Mildsith (Oal. A. XIV) das sächs. «pelb@en ; das Roman-
fragment des Apollonius von Tyrus (C.0.C.201) das sächs.
eebelboren ; die Laenunga (Harl. 585) das angl. bebycgan; die
Medicina de Quadrupedibus (Vit. C. III) das angl. winnan,
und die Observatio lunae (Tib. A. III) das sächs. gehealdsum.
Diese Denkmäler werden erst beurteilt werden können, wenn
der gesamte ags. Wortschatz vom Standpunkt der Wort-
geographie und -chronologie aus untersucht sein wird.
Wortverzeichnis.
Lateinisch-Angelsächsisch.
Absens «efweard 85
acer teart 33
acies truma 23
adhibere gelangian 29
adulare /yffetan 31
aedificium getimbrung 29, 34
aestuare hatian 14
ala 3
alimentum Zifen 37
aliquantulus medmicel 16
alius 3
ancilla mennen 11
angustus ange 10; angsum 26;
hwwede 30
anima 4
arcessere gelangian 29
ardere tendan 22
ascensus samodgang 39
asper teart 33
aspirare orbian Bl i:
»
Blasphemare woffian 34
Caecus bisen 13
carcer carcer 28; cweartern 28
catholicus eallic 88
cessare 3
claudere clysan 12
collocare logian 30
contumelia fracod 13
conveniens breslic 23
conversatio liflad 39; munuclif 39
eruentare tucian 23
cupa 28
Defunctus unlifigend 17
deliberare breordian 17
deludere pwcan 32
discipulus leorningentht 22
disponere 3
dolere besargian 27
dolium cyf 28
domus boldgetel 38
duleis weorod 24
Ebrio linteolo clap-weoc 83
extasim in elllıygd 88
exultatio upahafenes 24
Favor herenes 15
fere huhugu 15; nealice 22
ferramentum medicinale l&ce-iren 89
finiri 4
fons &espryng 35
fugare fliyan 12
fulgere lixran 15
funalia candel-weoc 83
Hortus wyrtgeard 40
hospes 28
hospitalis cumlibe 28
hospitalitas gistlibnys 14
Idolum feondgyld 36
imitari efenlecan 29; hyrian 36
improbitas onhrop 81
incassum holunga 15
inerepatio ceast 20
inopinate unmyndlinga 24
insania woffung 84
intentus cneord 20
invenire 3
iustificare godian 88
. luvenis geongling 29
Laborari winnan 17
laus herenes 15
linteolo ebrio clap-weoc 33
lucerna Deecele 17, 37
Maeror gnorn 36
mappula meshraegl 31
medicinale ferramentum l«ce-iren 39
mediocriter gneap 14
melotis pilece 39
mensa mese 3l
mitis libe 28
mittere 3
modestus 3
modicus Awaede 80; medmicel 16
molestus 3
mortuus unlifigend 17
Nimietas geornes 14; onhrop Bl
nisi nemne 16
nobilis ebelboren 19; apbelcund 85
Obviare wiberian 40
oceidere forslean 36
oratorinm gebedhus 12
ostentatio eteownys 13
ostinm 3
otium 3
Pallium pell 39
parcus gehealdsum 21
parvulus cnafa 27
parvus medmicel 16
paulatim gefredmelum 21
pauper hafenleas 30
pestis wol 40
pittacium clut 11
plenus geredelic 38
poenitentia hreowsung 22
poenitere behreowsian 26
possessio iddisc 30; hefen 29
praesumere dyrstlecan 21; nepan 37
prandium underngeweorc 40
prelum 3
pretium 4
prophetia witedom 18; witegung 25
propheticus witigend 34
prophetissa witege 18; wilegestre 25
prosilire stillan 17
provincia boldgetel 38
puer(ulus) cnapa 27
Quaestio arung 20
quartarium 28
queri seofian 837
RBepente semninga 16
rupes clud 20
Salutare halettan 14
sentire gefredan 21
sinus greada 21
sollicitus carful 27
sonus hleobor 15
spirare ebian 18; orpian 31
sporta wilige 33
stipendium dileofa 88
studium 3
stultus stunt 32
subito semninga 16
subsidia bileofa 38
subtiliter smeabancol 40
succurere 3
sumtus bileofa 38
Terere cwisan 8, 28
terrere ablycgan 8, 25
terror broga 35
tolerabilis acumendlic 26
turris stiepel 32; torr 32
Universus eallic 38
Vendere bedbycegan 13
vieus boldgetel 38
violare nydniman 16
vita 4
Worfverzeichnis.
Angelsächsisch-Lateinisch,
Ablycgan terrere 25, 84, 41
acumendlic 26, 84, 41
adruwian 14
&fterweard 35
sefweard absens 35
zht 30
zrn 28
espryng fons 35
seteownys ostentatio 13, 18, 87
»pel 35
&pelboren nobilis 13, 85, 41, 44, 45, 46
s&peleund nobilis 19, 85
&peling 29
aflyman 12
ambeht 22
andlyfen 38
ange angustus 10, 26, 80.
angsum angustus 26, 84, 41, 42, 45, 46
anleofa 37
arzesan 17
asceonung 14
awzegan 82
aweallan 23
axung quaestio 20, 22, 41, 42, 45
Bearm 21
bebycgan vendere13, 18, 87, 48, 44, 46
ebedhus oratorium 12
begytan 28
behreowsian poenitere 26, 84, 4,
42, 45
belucan 12
belyrtan 32
beod 31
beornan 23
besargian dolere 27, 84, 41, 45
besencan 14
beswican 32
bifian 48
Scherer, Ags. Wortgeographie.
bigeng 3
bileofa stipendium, subsidium, sum-
tus 838, 41
binn 83, 43
bisene caecus 18, 37
blaese 17, 87
blind 13
blinnan 3
bliss 24
geblodgian 23
blodseax 39
boldgetz1 domus, provincia, vicus
38, 41 .
boung 13
bregan 3, 26
gebrengnis 37
broga terror 3h
brut 27
butan 15, 16
byden 8, 28
bylde 21
bysmrian 82
Cx&ppa 39
cger 97
candel-wevc funalia 33
(carcer 28, 85
carful sollicitus 27, 34, 41, 42, 48, 46
cawl 33, 43
ceape 4
ceast increpatio 20, 41, 42, 45
ceol 33, 43
gecide 20
cigan 19, 29
clap-weoc linteolo ebrio 83
clif 20
elud rupes 20, 41
elut pittacium 11
elysan claudere 12
—
cnapa puer(ulus) 27, 35, 41
eneord intentus 20
eniht 27
gecnyssan 28
Creacas 97
cuman 26
cumlipe hospitalis 28, 34, 41, 42, 45
cumlipnys 14
cwalu 40
cweartern carcer 28, 85, 41, 42
cwisan terere 28, 34, 41
cyf dolium 28, 34, 41, 46
eyrice 12
Dadbote 22, 97
dead 17, 40
deofolgyld 36
gedihtnian 3
dise 31
discipul 29
dole 32
gedreccan 3, 23
drohtnung 39
druncmzsnnen 11
gedyrstigian 21
dyrstlecan praesumere 21, 837, 4,
46
dysig 32
Ead 830
eallic catholicus, universus 88, 4
ebolsong 34
edwit 31
efenlacan imitari29, 34, 36, 4l, 4, 45
ere 35
egsa 35
eletredda 3 |
ellhygd, in extasim 38, 41
elnian 29
embehtman 22
geendebyrdan 3
geendian 4
eorl 1
esne 29
ede 25
edele 19
epian spirare 13, 18, 31, 37, 43, 44
edor 26
—
Feringa 16
feanes 30
gefelan 21
zefeon 19
feondgyld idolum 36
feorh 4
fider 3
fligan fugare 12
fole 8
foletruma 23
forcwedan 22
forslean occidere 86
forberscan 36
fostring 22
fracod contumelia 13, 37, 41, 44
framsid 35
gefredan sentire 21, 4l
gefredmzlum paulatim 21
frendlic 26
frignan 19, 20
fromde word 84
fullic 38
fyrdtruma 23
fyrhtian 26
fyrhtnisso 85
Gegaderian .80
gemende 27
geomrian 37
geong 29
geongling iuvenis 29, 34, 41,42
geongra 22
geornes nimietas 14, 18, 21, 31, 41,
48, 4
geornful 27
geornfulnes 8
gistlipnys hospitalitas 14, 18, 28, 37
glednys 24
gleng 29
:glig 4
glitinian 16
gneab mediocriter 14, 18
gnorn maeror 36, 37
godian iustificare 38, 41
godwebben 39
greada sinus 21, 41
gretan 14
grimm 33
gegrindan 28
Habban 29
h#fen possessio 29, 34, 41
gehzlan 3, ]4
hxte 23
hafenleas pauper 30, 42
halettan salutare 14, 87, 42, 43
gehammen 12 |
hatian aestuare 14, 18, 37, 44, 46
gehealdsum parcus 21, 41, 45, 46
hebban 24
help 3, 88
herenes favor, laus 15, 18, 87, 41, 44
hirdecnapa 27 |
hleopor sonus 15, 18, 87, 41—44
holunga incassum 15, 37, 42
hream 85
hreowsung poenitentia 22, 26, 41,
42, 46
gehrino 29
hropan 31
huhugu fere 15, 22, 37, 43, 44
hus 12, 29
husincel 29
hweede angustus, modicus 10, 16, 30,
34, 41, 44, 45
hwzstrian 86
hwite 16
hwon 80
hyrdnes 21
hyrian imitari 86
Tädise possessio 80, 34, 41 |
idel, on 15, 32
geinbryrd 26
L:ece-iren medicinale ferramentum
38, 39, 41 |
gelangian adhibere, arcessere 29, 34,
41, 45, 46
larcneht 22
geleafful 38
leohtfet 17, 87
leorningeniht discipulus 22, 41
gelice 29 |
lifen alimentum 837
liflad conversatio 39, 41
lifoden 37
libtan 16
lihtre 26
geliplic 24
lide 28 |
lixan fulgere 15, 37, 42—44
loca 12
lof 15
loh 30, 84, 41, 45
lufu..81
lyffetan adulare 31, 34, 41
lytel 16, 30
Mxnnen ancila 11
man 29
medmicel aliguantulus, modicus, par-
vus 16, 37, 43, 44,
menigu 23
meox-wilige 34
meremz&nnen 11
mese mensa 8l, 34, 41
meshr&gl mappula 31
meteleast 37
mitta 28
mond 33, 43
munuc 27
munuccnapa 27
munuclif conversatio 39, 41
murcnian 36
Nealice fere 15, 22, 41, 48, 45
nearu 26
nemne nisi 16, 18, 37, 42—44
neod 4
nest 37 :
genepan praesumere 21, 87
niman 29 .
nydniman violare 16, 18, 87, 46
genyrwian 26
Oferhigd 24
oferswydan 17
olecan 31
onfindan 3
ongin 3
ongitan 3, 21
onhrop improbitas, nimietas 14, 81,
34, 4l
onhyrian 29 |
orbian spirare 13, 31, 84, 41, 45
ober 3 |
4*
Pxcan deludere 82, 34, 41, 45, 46
p&ll pallium 839, 41
pilece melotis 39, 41
R&fnian 19
reafere 16
reaflac 16
gerecan 22
geredelic plenus 88, 41
gereord 40
reowsian 87
riclice 16
rihtlecan 22, 41, 45
rihtliflad 89
rihtwisian 38
rede 33
Samodgang ascensus 38, 39, 41
sarian 27, 86
sawol 4
gescanan 28
sceat 22
scending 31
scildtruma 23
scinan 16
scir cura 27
scir vicus 88
sellan 13
semninga repente, subito 16, 18, 37,
41, 48, 44
sendan 3
seofian queri 36, 37
sester 28
gesettan 30
geslean 23
smealic 40
smeapancol subtiliter 40, 41
sorgian 27
spanan 29
sperta 33, 35, 43
stzger 39
stan 20
stanclif 20
stanclud 20
gestapelian 30
steap 32
stiepel turris. 32, 35, 41
stillan prosilire 17, 37
52
str&c 16
stunt stultus 32, 34, 41, 45
styntan 32, 34
gestyran 23
sum 16
sweg 4, 15
swelce 15
swete 25
geswican 3
swincan 17, 26
swingan 23
Tapor 33, 35
teart acer, asper 33, 34, 41, 45
teartnumol 33
tendan ardere 22, 41, 44, 45
geteohhian 3
teolung 3, 21
teona 13
teran 33
tid 19
getimbrung aedificium 29, 34, 41
tintreg 36
tobr&can 28
torr 32, 85
truma acies 23, 41, 44
tucian cruentare 23, 41, 42, 44
tynan 12
Pxcele lucerna 14, 87, 88, 43, 44
beslie conveniens 23, 41, 45
pearf 4, 300
pefian 14
pegn 22
peowa 11
beowenapa 27
beowene 11
gehrx&stan 28
prag 11, 27
preaung 20
preodian deliberare 17, 38, 41, 46
Unarxfnedlic 26
underngeweore prandium 88, 40, 41
ungerisenlic 24
ungeryde 33
unheanlic 14
unlifigend defunctus, mortuus 17, 38
De.
unmyndlinga inopinate 24, 41, 42, winnan laborari 17, 18, 88, 41, 48,
46 44, 46
unstilnys 34 wita 18
unwenlic 24 witedom prophetia 18, 25, 38, 48
unwis 32 witeg 34
upahafenys erultatio 24, 41, 45 witege prophetissa 18, 25, 38
upflor superiores partes domi 33, 834 witegestre prophetissa 18, 25
uphefenis 24 witegung prophetia 18, 25, 41, 45
witegungboc 25
witigend propheticus 34, 41, 45
Welan 23 widerbrocian 40
wafung 38 widerdun 26
wagian 28 wiperian obviare 40, 41
welboren 19, 35 wipstandan 40
welcuman 14 woffian blasphemare 34, 41, 45
welle 35 wol pestis 40, 41
wendan 3 wroht 36
weoce 33, 85, 41
weorod acies 23
weorod dulcis 24, 41, 45
wynsum 24, 25
wyrtgeard hortus 40, 41
wyrttun 40
Mi 4 wyrde 24
Ne 30 wyrbmynd 15
wican 28
wilige sporta 83, 35, 41, 43 Ymbhidig 27
willa 21 ymbhigd 27
Benutzte Literatur.
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Afe.
daraus:
BasilAdm
Coll
Deut
Ex
Gen
Gl
Gr
Hex
HmA
HmS
HmTh
InterrSig
Job
Jos
Jud
Lev
PaEp
Temp
Test
Voc
Afd.
daraus:
Bt
Ors
Past
Sol
AldhGl
An
Apt
Az
Bd
Beo
BIGl
BIHm
Abkürzungen.
Angelsächsisch.
Klfric
Basilii Admonitio, ed. Norman
Colloguium ad pueros linguae Latinae locutione exercendos,
in Thorpe „Analecta Anglo-Saxonica
Deuteronomium, Grein, Bibl. d. ags. Pr. I
Exodus, s. Deut
Genesis, s. Deut
in Afc. Gr oder WWV
Zupitza, „Aelfric’s Grammatik und Glossar“
Hexameron of St. Basil, ed. Norman
Homilien ed. Assmann, Bibl. d. ags. Pr. III
® ed. Skeat (Metrical Lives of Saints), EETS
; ed. Thorpe (Hom. catholicae)
Interrogationes Sigewulfi, in Bouterwek’s Screadunga
Buch Hiob, Bibl. d. ags. Pr. I
Josua, s. Deut
Buch der Richter, s. Deut
Leviticus, s. Deut
Pastoral Epistle, in LITh
de temporibus, in Lchd
de vetere et novo testamento, Bibl. Pr. I
Vocabular, in WWV
Alfred
Boethius, ed. Sedgefield
Orosius, ed. Sweet, EETS
Cura Pastoralis, ed. Sweet, EETS
Soliloquien, ed. Hargrove, Yale Studies
Glossen zu Aldhelms „De laudibus virginitatis* in Napier’s
„Anecdota Oxoniensa“
Andreas, in (Grein, Bibl. d. ags. Poesie
Apollonius von Tyrus, ed. Thorpe
Azarias, in Grein
Beda, Bibl. Pr. IV
Beowulf, in Grein
Blickling Glossen, in BIHm
Blickling Homilien, ed. Morris, EETS
Dan
de cons. mon.
Dom
DomL
Ecelnst
EpAl
HerbApul
HerbDiose
HmA
Hö
HptGl
HR
HyS
a BR:
Byrhtnop, in Grein
Byrhtferth’s Handboc, Anglia VIII
Cartularium Anglo-Saxonicum, ed. Birch
Land Charters and Saxonic Documents, ed. John Earle
Diplomatarium Anglicum Aevi Saxonici, ed. Thorpe
Ags. Annalen, ed. Plummer
Codex Diplomaticus Aevi Saxonici, ed. Kemble
Corpus Glossen, in Txts.
Cynewulf, in Grein
Fata Apostulorum
Christ
Elene
Juliana
Daniel, in Grein
Z#pelwold’s „De consuetudine monachorum“, Anglia XIII
Be domes dzsge, in Grein
Be domes d&ge, EETS 65
Ecclesiastical Institutes, in LITh
Confessionale Ecgberti, in LITh
Poenitentiale » „ÄIbd.
Eadgar, in Grein
Canons enacted under King Edgar, in LITh
Eadmund, in Grein
Eadward, ın Grein
Epinaler Glossen, in Txts.
Epistola Alexandri, in Nar
ZAupelwold’s „Establishment of Monasteries“, in Lchd
westsächs. Evangelien, ed. Skeat
Matthäus usw.
Exodus, in Grein
Genesis, in Grein
Glosses to Prudentius, in Mones Anzeiger 1839
Exeterlehrspruch, in Grein
Guthlae, in Grein
Prosalegende von Guthlac, ed. Gonser
Herbarium Apulei, in Lchd
en Dioscoridis, ibd.
Assmann, Ags. Homilien und Heiligenleben
Christi Höllenfahrt, in Grein
Ags. Glossen in dem Brüsseler Codex von Aldhelms „De
Virginitate“, Zfda. IX
Legend of the Holy Rood, EETS 103
Ags. Hymnen, ed. Surtees Society
Jud Judith, in Grein
KentGl Kentische Glossen, Zfda. IX
Lchd Leechdoms, Worteunning and Starcraft of early England,
ed. Cockayne
Leas Be manna lease, in Grein
Li Lindesfarne-Evangelien
Liebm. Liebermann, Ags. Gesetze
Abt Zpelbirbt
AfEI Einleitung zu Afd.’s Gesetzen
Atr ZEpelred
Cn Cnut
Eg Edgar
Ger Gerefa
JudDei Judicium Dei VIII
Northu Nordhumbrisches Priestergesetz
Wi Wihtrx&d
LITh Thorpe, Ancient Laws and Institutes
Mart Martyrologium, ed. Herzfeld
MeddQuadr Medicina de Quadrupedibus, in Lchd
Metr Metra des Boethius, ed. Sedgefield
Nar Narritiunculae Anglice Conscriptae, ed. Cuckayne
Nic Evangelium St. Nicodemi, in Thwaites’ Heptateuchus
Pa Panter, in Grein
Ph Phönix, in Grein
PrudGl Die Bouloneser Glossen zu Prudentius
Ps Pariser Psalter, in Grein
PsL Lambeth-Psalter, ed. Lindelöf
PsSpl Spelman Psalter
Rä Rätsel, in Grein
RBen Benediktinerregel, ed. Schröer
RBenl Interlinearversion von RBen, EETS
Reim Reimgedicht, in Grein
Ri Rituale von Durham, ed. Lindelöf
Ru Evangelien Rushworth
Run Runenlied, in Grein
Sal Salomon und Saturn, in Grein
Sat Christ und Satan, in Grein
Sch Wunder der Schöpfung, in Grein
Seint Defensoris Liber Seintillarum, EETS
Seef Seefahrer, in Grein
Seel Reden der Seele an den Leichnam, in Grein
Shrn
St. And
Txts,
Ve
VindSalv
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W£fo
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Lang]
Lk
LyrP
MArth
Maund
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Mise
Mk
R
We
are 6 —
L
The Shrine, a collection of occasional papers, ed. Cockayne
Legende von St. Andreas, Cambr. Ant. Soc.
The Oldest English Texts, ed. Sweet, EETS
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Vindicta Salvatoris, in HmA
Wanderer, in Grein
Werferth Original, Hs. C
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Wulfstan, ed. Napier
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„ Harley 8376
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Ancren Riwle, ed. Morton
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Fragment von Afc. Gr, 12. Jh., ed. Phillips
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Hali Meidenhad, EETS
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Legende der hl. Katharina von Alexandria, ed. Morton
Lazamon’s Brut, ed. Madden
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Lukasevangelium, Hatton-Ms., ed. Skeat
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Myrc, „Instruction for Parish Priests“, EETS
An Old English Miscellany, EETS
Marcusevangelium, s. Lk
OaN
Orm
Parten
PolSongs
RGl
Rich
Shor
StMarh
Trev
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Owl and Nightingale, ed. Atkins
Orrmulum, ed. Holt
The Romans of Partenay, EETS
Political Songs, Camd. Soc. VI
Robert von Gloucester, ed. Wright
Richard Coeur de Lion, Webers Metr. Rom.
Religions Poems of William of Shoreham, ed. Wright
Seinte Marherete, EETS
Polychronicon Ranulphi Higden, together with the Engl.
Translation of John Trevisa, ed. Babington and Lumby,
Rolls Ser.
The Romance of Will. of Palerne, EETS
Wyclif, The Holy Bible, ed. Forshall-Madden
Exodus
Buch der Richter
Josua
Könige
Lebenslauf.
Geboren wurde ich, Günther August Scherer, am 21. Aug.
1901 zu Berlin als Sohn des Ober-Telegraphensekretärs Fer-
dinand Scherer. Ich bin evangelischen Bekenntnisses. Ich be-
suchte von Oktober 1907 ab das Jahn-Realgymnasium zu
Berlin-Lichtenberg, das ich Oktober 1919 mit dem Zeugnis der
Reife verließ. Januar 1920 begann ich das Studium der
neueren Sprachen an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu
Berlin.
Vorlesungen hörte ich bei folgenden Dozenten: Brandl,
Bröker, Dessoir, Dibelius, Drach, Freund, Gamillschag,
Gautier, Max Herrmann, .Herxheimer, Hirn, A. Hübner,
Maas, Mallwitz, Marcks, Meinecke, Pender, Petersen, Riehl,
Roethe, F. J. Schmidt, Wilh. Schulze, Tangl, Troeltsch und
Wechssler. — An Übungen ließen mich teilnehmen die Herren
Brandl, Bröker, Freund, Hübner, Maas, Petersen, Roethe und
Wilh. Schulze. Herrn Prof. Brandl bin ich zu großem Dank
verpflichtet für die Anregung zu dieser Arbeit und die uner-
müdliche Unterstützung bei ihrer Anfertigung.
Die mündliche Prüfung bestand ich am. 16. Februar 1928.
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